| Versuche an Embryonen ersetzen Tierversuche |
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| Samstag, den 14. Mai 2011 um 15:11 Uhr | ||||
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Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde die Notwendigkeit der Forschung mit embryonalen Stammzellen – das sind Menschen in der ersten Phase ihrer Entwicklung – damit begründet, dass sich dadurch zahlreiche schwere Erkrankungen, wie Alzheimer, Parkinson, MS usw. mit den Ergebnissen dieser Forschung bald behandelbar werden.
In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage an die Bundesregierung“ stellt diese nun fest, dass sich „zurzeit keine Projekte (finden), die auf eine absehbare Anwendung von humanen embryonalen Stammzellen zur Therapie gerichtet sind.“ Stattdessen wird betont, dass solche Forschungen mit embryonalen Stammzellen „eher auf Wirkstoff-Screening und pharmakologische Test für die Entwicklung neuer Medikamente“ gerichtet sind. Kurz gesagt: Man ersetzt mehr und mehr Tierversuche durch Versuche an Menschen. Die versprochene Heilung bisher unheilbarer Krankheiten durch Stammzellforschung ist längst ad acta gelegt.
Dies wird auch durch eine Stellungnahme eines US-Amerikanischen Bioethikers (Arthur Caplan) bestätigt, der in einem Online-Journal schreibt: „Die embryonale Stammzellforschung was komplett überzogen in Hinblick auf ihre Versprechungen. Dabei haben die Leute das gleich gewusst. Das habe ich mir selbst insgeheim oft sagen müssen, obwohl ich diese Forschung unterstütze.“
Diese Tatsachen ebenso wie Abtreibung, Euthanasie und vieles andere sollten uns endlich die Augen dafür öffnen, welche Bedeutung es für die Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft hat, wenn sie von „Menschenwürde“ und „Menschenrechten“ sprechen: Es bedeutet für diese Damen und Herren gar nichts, außer Propaganda zur Durchsetzung von Bestrebungen, die gegen die Natur des Menschen gerichtet sind.
Ohne eine Verankerung der Würde des Menschen im Naturrecht, wird der Mensch zum Spielball wirtschaftlicher, technisch-industrieller und politischer Machtstrebungen.
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In dem in Februar veröffentlichten „Vierten Erfahrungsbericht der Bundesregierung über die Durchführung des Stammzellgesetzes“ heißt es: „Sowohl Tierschutzgründe als auch die in der Regel hohen Kosten von Tierversuchen“ hätten in der Vergangenheit zur Entwicklung von Alternativmethoden geführt, „die in vielen Fällen auf tierische oder menschliche Zellkulturen basieren. Deshalb könne man davon ausgehen, dass „stammzell-basierte Testsysteme eine wesentlich höhere Datenqualität und besser Übertragbarkeit auf den menschlichen Organismus“ böten, als die bisherigen Systeme. Was konsequentialistische Ethiker fordern ist längst Wirklichkeit: Tierschutz vor Embryonenschutz!
