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Sohn eines seligen Kaisers PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 08. September 2011 um 12:15 Uhr

Der letzte noch lebende Sohn des seligen Kaisers Karl von Österreich (1887-1922) tot. Erzherzog Felix starb im Alter von 95 Jahren am 6. September 2011 in San Ángel in Mexiko. Der Erzherzog war einer von den acht Kindern von Kaiser Karl und Kaiserin Zita (1892-1989).

 

Der verstorbene Erzherzog wurde am 31. Mai 1916 geboren und auf den Namen Felix Friedrich August Maria vom Siege Franz Joseph Peter Karl Anton Robert Otto Pius Michael Benedikt Sebastian Ignatius Marcus d’Aviano getauft.

 

Erzherzog Felix musste als viertgeborenes Kind Kaiser Karls I. und Kaiserin Zitas bereits zwei Jahre nach seiner Geburt im Schloss Schönbrunn Österreich verlassen, zuerst in die Schweiz und schließlich in die Verbannung nach Madeira gehen.

 

Kaiser Karl I. – der 2004 seliggesprochen wurde - starb am 1. April 1922 in ärmlichen Lebensverhältnissen und seelisch erschöpft mit nur 35 Jahren an einer Grippe.

 

Für Kaiserin Zita als Vormund für den neuen Thronprätendenten Otto und nunmehr 30jährige Witwe, die alleine für ihre acht Kinder sorgen mußte, begann eine Zeit des Herumirrens in der Welt auf der Suche nach Exil. Teile der Familie landeten in den USA und Kanada, Felix von Habsburg schließlich in Mexiko.

 

Hier wurden Felix von Habsburg, der im Bankbereich tätig war, und seiner Ehefrau Anna-Eugénie von Arenberg (+1996),  insgesamt sieben Kinder geboren, die Töchter Maria del Pilar, Kinga, Marie Adelheid und Viridis, sowie die Söhne Carl Philipp, Raimund (Ramón) und István.

 

Er führte den Titel Erzherzog von Österreich, königlicher Prinz von Ungarn und Herzog von Bar. Er hatte sich immer geweigert, einen Thronverzicht zu unterzeichnen.

 

An der Beisetzung seines ältesten Bruders Ottos von Österreich vor wenigen Wochen in Wien konnte er aus Krankheitsgründen schon nicht mehr teilnehmen.

 

Der Erzherzog wird im Schweizer Kloster Muri bestattet, in der Gruft, wo auch die Herzen seines Vaters und seiner Mutter beerdigt wurden.

 

Im Jahr 1919 wurde die Familie Habsburg-Lothringen aus Österreich ausgewiesen. Der Zugang zu den Habsburger Grabstätten in der Kapuzinergruft in Wien blieb den Nachkommen des letzten österreichischen Kaisers Karl I. während Jahrzehnten verwehrt. Deshalb suchte die Familie einen neuen Bestattungsort. Otto von Habsburg schloss 1970 einen Vertrag mit der Katholischen Kirchgemeinde und der Einwohnergemeinde Muri über die Familiengruft im Kloster Muri ab. Die Gruft wurde 1970 eingeweiht. 1971 erfolgte die Beisetzung des Herzens von Kaiser Karl I. im Urnenstein hinter dem Altar.

 

Gott schütze Österreich!

 

 

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