| Eucharistische Erneuerung der Gesellschaft |
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| Mittwoch, den 14. September 2011 um 11:04 Uhr | ||||
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»Die zweitausendjährige Geschichte der Kirche ist von heiligen Männern und Frauen übersät, deren Leben ein vielsagendes Zeichen dafür ist, wie gerade aus der Gemeinschaft mit dem Herrn, aus der Eucharistie eine neue und intensive Annahme von Verantwortung auf allen Ebenen des gemeinschaftlichen Lebens entsteht, wie daraus folglich eine positive gesellschaftliche Entwicklung hervorgeht, die die Person - besonders die arme, kranke und bedürftige - in den Mittelpunkt stellt. Sich von Christus zu ernähren, ist der Weg, um nicht fremd und gleichgültig gegenüber dem Schicksal der Brüder zu bleiben und um in dieselbe Logik der Liebe und Hingabe des Kreuzesopfers einzutreten. Wer vor der Eucharistie die Knie zu beugen versteht, wer den Leib des Herrn empfängt, kann gegenüber den menschenunwürdigen Situationen im gewöhnlichen Tagesgeschehen nicht unaufmerksam sein. Er versteht es, sich mit seiner eigenen Person über den Bedürftigen zu beugen, das eigene Brot mit dem Hungrigen zu brechen, das Wasser mit dem Dürstenden zu teilen, den Nackten zu bekleiden, den Kranken und den Gefangenen zu besuchen (vgl. Mt 25,34-36). Er kann in jeder Person denselben Herrn sehen, der nicht gezögert hat, sich selbst für uns und für unser Heil hinzugeben. Eine eucharistische Spiritualität ist daher das wahre Gegenmittel gegen den Individualismus und den Egoismus, die oftmals das tägliche Leben prägen. Sie führt zur Wiederentdeckung der Unentgeltlichkeit und der zentralen Bedeutung der Beziehungen, ausgehend von der Familie, in besonderer Aufmerksamkeit für die Heilung der Wunden der auseinander gebrochenen Familien. Eine eucharistische Spiritualität ist die Seele einer kirchlichen Gemeinschaft, die Trennungen und Gegensätze überwindet und die Verschiedenheit der Charismen und Dienste wertschätzt, indem sie sie in den Dienst der Einheit der Kirche, ihrer Lebendigkeit und ihrer Sendung stellt. Eine eucharistische Spiritualität ist der Weg zur Wiederherstellung der Würde des Menschen in seinem Alltag und damit bei seiner Arbeit. Sie sucht deren Vereinbarkeit mit den Zeiten für Fest und Familie und bemüht sich, die Unsicherheit eines befristeten Arbeitsverhältnisses und das Problem der Arbeitslosigkeit zu überwinden. Eine eucharistische Spiritualität hilft uns auch, uns den verschiedenen Formen der menschlichen Gebrechlichkeit in dem Bewusstsein zu nähern, dass sie den Wert der Person nicht mindern, sondern Nähe, Annahme und Hilfe verlangen. Aus dem Brot des Lebens wird eine erneuerte, erzieherische Fähigkeit ihre Kraft schöpfen, die darauf achtet, die grundlegenden Werte des Lebens, des Wissens und des spirituellen und kulturellen Erbes zu bezeugen. Seine Lebenskraft lässt uns die Stadt der Menschen mit der Bereitschaft bewohnen, uns im Hinblick auf das Allgemeinwohl für den Aufbau einer gerechteren und brüderlicheren Gesellschaft einzusetzen.« (11. September)
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- CIVITAS Heft 16-2013 (2013.02.07)
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Papst Benedikt XVI. hat sich bei seinem jüngsten Besuch im italienischen Ancona zum Verhältnis von Eucharistie und sozialem Wirken der Katholiken geäußert.
