Civitas Institut

Aus: JUNGE FREIHEIT PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 26. Dezember 2007 um 18:27 Uhr

Wochenzeitung für Politik und Kultur vom 14. Dezember 2007 

„Die erste Ausgabe von Civitas, der neuen „Zeitschrift für das christliche Gemeinwesen“, liegt seit Ende November vor. Herausgegeben vom ebenfalls neu gegründeten Civitas-Institut im südhessischen Heusenstamm, wird sie ab 2008 dreimal jährlich im Umfang von etwa sechzig Seiten erscheinen.

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Im Sinne des Civitas-Instituts, einer Gesellschaft zum Studium der klassischen Naturrechtsauffassung und der authentischen katholischen Soziallehre, will die Zeitschrift diese Lehren auf gesellschaftliche und politische Fragen der Gegenwart anwenden. Den Schwerpunkt soll dabei die Rückbesinnung auf das metaphysisch begründete Naturrecht und die überlieferte katholische Soziallehre bilden. Civitas richtet sich an Leser aus den Bereichen Philosophie, insbesondere Sozialphilosophie, Theologie, Soziologie und Politikwissenschaft. Einem „sich mehr und mehr als selbstzerstörerisch erweisenden Liberalismus“ der „das autonome freie Individuum in den Mittelpunkt seiner Theorie stellt“, möchte man als Alternative die Lehre des auf Thomas von Aquin zurückgehenden überlieferten Naturrechts gegenüberstellen und greift – wohlwissend, daß die Akzeptanz einer solchen Position in der Öffentlichkeit nicht gerade hoch ist -, den „grundlegenden und zentralen Gedanken der Notwendigkeit der Königherrschaft Jesu Christi über die Gesellschaft“ auf.Bereits mit dieser Thematik verortet sich Civitas jenseits eines beliebigen und modernistisch vergifteten Zeitgeist-Katholizismus, dem auf der Suche nach dem Küngschen „Weltethos“ viele Grundlagen abhanden gekommen sind und der seither sein Heil in der Versöhnung mit der Welt und nicht mehr in Christus sucht.So liest man mit großer Zustimmung Rafael Hüntelmanns Beitrag über das „wahre Naturrecht“, welches im völligen Gegensatz zu dem Naturrechtsverständnis des Rationalismus und der Aufklärung, vor allem aber auch zu den sogenannten „Menschenrechten“ steht, die sich der liberal-individualistische Staat auf seine Fahnen geschrieben hat. Gerade dieser Staat, der seinem Wesen nach auf die „Isolierung, Atomisierung und Individualisierung des Menschen“ gerichtet ist, zerstört jedoch die Grundlagen der menschlichen Gemeinschaft, die für den Liberalismus nichts weiter als eine „Aktiengesellschaft“ ist.Während der Autor alle Menschen guten Willens, besonders aber die Christen, zum Widerstand gegen die Zerstörung der menschlichen Natur aufruft, beschreibt P. Franz Schmidberger in seinerm Text einige „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“. So plädiert er unter anderem für ein auf die Familienoberhäupter abgestütztes Wahlrecht und fragt, ob die Parteien wirklich zum Wohle eines Volkes dienen oder nicht vielmehr zu dessen Spaltung beitragen. Scharf kritisiert er den Internationalismus als Zerstörer der eigenständigen Völker und Kulturen und verurteilt den Relativismus, der es nicht erlaubt, das Gute gut und das Böse böse zu nennen. Zudem sollte eine Strafe zunächst einen vindikativen (rächenden) Charakter haben, um die zerstörte Ordnung wiederherzustellen. Starker Tobak für liberale Gemüter!

Werner Olles

 

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