Civitas Institut

Haltet die Presse! (2) PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 02. Juni 2012 um 17:04 Uhr

Dass Presse und Medien in der BRD fest in rot-grüner Hand bzw. zu erheblichen Anteilen in SPD-Besitz sind, das ist kein Geheimnis und kann mit nur geringem Suchaufwand jederzeit ergoogelt werden. In den letzten Jahren verstärkt sich der Eindruck, dass Presse und Medien ihre Macht immer mehr nutzen, um immer dreistere Kampagnen zu fahren. - Niemand ist naiv genug, zu glauben, Berichterstattung könne immer neutral und objektiv sein. Es wird jedoch dann gefährlich, wenn die Berichterstattung beides nicht mehr will. Wenn es dann soweit kommt, dass grundsätzliche Zweifel an der Ehrlichkeit der Presse und der Medien aufkommen, dann ist die Demokratie in Gefahr. Stehen wir an einem solchen Punkt?

Wir haben fünf Bereiche ausgewählt, die uns in der letzten Zeit aufgefallen sind und zu denen sich Fragen ergeben, die wir in fünf Folgen aufwerfen wollen.

Der beispiellose Absturz der FDP unter dem auch als Außenminister ausgesprochen glücklosen Guido Westerwelle ist keine Meldung mehr, die Gründe sind an dieser Stelle für uns nicht wichtig. Unbestreitbar jedoch ist, dass die FDP in den letzten Monaten von den Medien nicht gerade gestreichelt wurde. Auch recht nebensächliche Meldungen wie erschlichene Doktortitel prominenter Mitglieder trugen zum miserablen Image der Partei bei. Inzwischen sind negative Berichte aus den Meldungen verschwunden, und auch das macht uns hellhörig.

Im Sinne unserer Fragestellung ist es nämlich auffällig, dass sich kurz vor den Landtagswahlen in NRW die bisher so gut wie aussichtslose Lage der FDP plötzlich änderte: Christian Lindner, bisher auch nicht unbedingt als der Glückspilz und Hoffnungsträger bekannt, wurde „urplötzlich“ von Spiegel-Online zum Retter der FDP („der neue Star der angeschlagenen FDP“) umfrisiert, erschien vorteilhaft auf einem recht großen Foto. Wenn wir richtig beobachtet haben, wurde diese erstaunliche Wende (die Frage ist nämlich: warum macht sich ein unbestritten extrem linkslastiges Organ wie Spiegel-Online zum Wahlhelfer für die FDP?) durch folgende Befürchtung eingeleitet: es könnte sein, dass bei einem befürchteten Scheitern der FDP bürgerlich-konservative Wähler in ein „rechtes“ Lager gedrängt würden. Also sei denn doch die FDP vor dem Ausscheiden aus dem NRW-Landtag zu bewahren. In der „Jungen Freiheit“ schrieb Paul Rosen später: „In der Folge setzte ein mediales Konzert für die FDP ein, dass sich sogar die Pressesprecher in der Berliner Parteizentrale über Überschriften wie ‚Die FDP erlebt ihr gelbes Wunder‘ (‚Financial Times Deutschland‘) wunderten.“ (JF vom 11.05.2012) Er bezog sich dabei auf einen Artikel in der linksextremen taz vom 27.04.2012, der genau diese Befürchtung äußerte und möglicherweise in der einen oder anderen Redaktionskonferenz zum Umdenken führte.

Man würde den Grad der Vernetzung zugleich über- und unterschätzen, wollte man hier über Absprachen und bis in Einzelheiten geplante Kampagnen vermuten. Überschätzen deshalb, weil solche Absprachen gar nicht nötig sind: da in den meisten Redaktionsstuben der Medien ein großer politischer Konsens herrscht (was z.B. das Programm von WDR 5 äußerst vorhersehbar, vorhersagbar und deshalb unerträglich langweilig macht), führt diese Einigkeit zu einem schnellen Austausch, zu ebenso schnellem Erfassen und zu ebenso schnellen Reaktionen: es braucht keine geplante Kampagne, die ergibt sich unter geschulten Kadern von selbst.

Andererseits soll man nichts unterschätzen: dass Kampagnen aufgebaut und durchgezogen werden, ist nicht nur im Falle der FDP offensichtlich (gewesen). Und dass niemand Kampagnen durchzieht, ohne damit Ziele erreichen zu wollen, das dürfte einsichtig sein. Dass z.B. der Umbau eines Provinzbahnhofes zu regelrecht absurden Reaktionen völlig hysterischer Mitbürger führte (während wesentlich bedeutendere Schicksalsfragen dieselben Mitbürger völlig unaufgeregt lassen), das könnte so erklärt werden.

(wird fortgesetzt)

JV

 

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