Civitas Institut

Papst fordert wirksameren staatlichen Schutz der Familie PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 05. Juni 2012 um 14:04 Uhr

 

Papst Benedikt XVI. hat zu einem wirksameren staatlichen Schutz der Familie aufgerufen. „Der Staat ist aufgerufen, die besondere Identität der Familie, die auf der Ehe gründet und für die Weitergabe von Leben offen ist, anzuerkennen“, sagte der Papst am Samstag vor Politikern in Mailand. Zudem müsse er das Recht der Eltern auf eine „freie Erziehung“ der Kinder gemäß ihrer Überzeugungen garantieren. Ein Staat, der dies nicht gewährleiste, werde den Familien nicht gerecht.

 

 

 

 

 

Ebenso müsse er sich für den Schutz des Lebens einsetzen und dessen „willkürliche Unter-drückung“ verhindern. Benedikt XVI. äußerte sich vor Vertretern des öffentlichen Lebens, Unternehmern und Militärs im Erzbischöflichen Palais der Stadt.

 

In seiner grundsätzlichen Ansprache, die inhaltlich an die Rede vor dem Deutschen Bundestag anknüpfte, forderte der Papst eine Verankerung der staatlichen Gesetze im Naturrecht.

 

Die Überwindung des konfessionellen Staats dürfte nicht zu einer rein positivistischen Gesetzgebung führen, die sich ausschließlich nach Mehrheitsverhältnissen richtet. Eine solche könne keine ethischen Maßstäbe hervorbringen, so das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

 

Benedikt XVI. hob hervor, dass die Freiheit des Einzelnen zentrales Element jedes politischen Gemeinwesens sein müsse, in dem Staat und Kirche getrennt seien. Die Freiheit sei kein Privileg für einige wenige, sondern ein „wertvolles Recht“ aller.

 

Es gelte, zu gewährleisten, dass jeder seine Vorstellungen vom gemeinsamen Leben im gegenseitigen Respekt für den anderen und im Rahmen der jeweiligen Gesetze vortragen könne.

 

Freiheit bedeute jedoch nicht eine Willkür des Einzelnen, sondern dass jeder Verantwortung trage. Dies im Sinne des Gemeinwohls zu gewährleisten, sei Aufgabe der Politik. Politiker, die sich ganz in den Dienst des Gemeinwohls stellten „adelten“ die Politik zutiefst und erhöhten sie zu einer Form der Nächstenliebe, sagte der Papst.

 

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 40 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!