Civitas Institut

Haltet die Presse (5 und – vorläufiger - Schluß) PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 08. Juni 2012 um 09:09 Uhr

Nun müsse der Umgang mit dem Internet unbedingt auch in den Schulen gelehrt werden, hieß es in der Öffentlichkeit, als jenes neue Medium explosionsartig unser Leben zu verändern schien. Sehr bald allerdings stellte es sich heraus, dass auch hier die guten alten Tugenden des kritischen Umgangs mit Informationen galten: die Frage nach den Interessen des Auftraggebers, des Verfassers, das Nachprüfen der Information mit Hilfe anderer Quellen und Informationen, vor allem aber eine gesunde Portion Misstrauen gehören einfach zum Handwerk. Und siehe da: die auftauchenden Fragen und die Ergebnisse der Nachforschungen sind erschreckend.

Zunächst: da zieht jahrelang eine mordende „rechte“ Dreierbande durch die Presse, es wird gefragt, warum denn niemand etwas davon gemerkt hat (auch die zuständigen Ermittlungsorgane nicht), Vorsitzende von inzwischen in der medialen Versenkung verschwindenden parlamentarischen Untersuchungsausschüssen geben Interviews, Feiern werden abgehalten und Entschädigungen ausgezahlt. Abgesehen davon, dass andere Opfergruppen keinerlei Aufsehen erregen und auch nicht geehrt und entschädigt werden: kann es sein, dass von gewalttätigen linken Krawallen, Beschneidungen der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit durch linke Gruppen, Bedrohungen durch Familienclans wie z.B. in Bremen, durch ausländische Rockergruppen wie z.B. den berüchtigten „Mongols“ abgelenkt werden soll? Soll hier vorgegeben werden, dass mehr über den Schutz von Immigranten vor „Rechtsextremen“ gesprochen werden muss als z.B. über mangelnden Integrationswillen, freundlich ausgedrückt? Ist der Verfassungsschutz, der Linke beobachtet, auf dem rechten Auge so blind, dass er ganze Mordserien nicht wahrnimmt – oder kann es sein, dass diese Mordserien denn doch in ganz anderen Zusammenhängen stehen, was ein Spiegel-Artikel noch kurz vor der „Enttarnung“ der „NSU“ untersuchte?

Kann es sein, dass wegen bevorstehender Wahlkämpfe zeitweise Grenzkontrollen angekündigt werden, die als Einschränkung der Reisefreiheit bejammert werden, als hätte es vor Schengen keine Möglichkeit gegeben, in die Nachbarländer zu reisen? Noch dazu: was denkt ein Bewohner eines bestimmten Grenzgebietes über unkontrollierte Grenzübertritte, wenn er erfährt, dass Autodiebstähle und Einbrüche in seiner Gegend im vergangenen Jahr wieder enorm zugenommen haben?

Auslassen, Verschweigen, Ablenken. Da werden einem bis dato recht unbekannten italienischen Journalisten geheime Dokumente aus dem Vatikan, aus der unmittelbaren Nähe des Heiligen Vaters zugespielt. Natürlich veröffentlicht er sie. In einer Gesellschaft wie der heutigen ist das seine Chance. Dass er damit seine Ehre verspielt, weil er dadurch vom investigativen Journalisten zum billigen, gekauften Instrument intriganter Kräfte wird, das ist nur ein Teil der schmutzigen Geschichte. Das ganze Bild ergibt sich, wenn man den Blick über diese schnell „Vatileaks“ benannte Kübelei erhebt. In derselben Zeit wird nämlich der Heilige Vater in Mailand von Hunderttausenden begeisterter Gläubiger gefeiert und sagt große Worte zur Bedeutung der Familie gerade in der heutigen Zeit. Beides, die Begeisterung und Liebe, die dem Heiligen Vater entgegenschlägt (wie schon in England und auch bei den Gläubigen in Deutschland) sowie die zukunftsweisenden Worte passen nicht in den gewollten Geist dieser Zeit. Also ist das Thema „Vatileaks“ in den Medien angesagt – nach dem Rest muss man auf den einschlägigen Internetseiten suchen. Und man wird den Eindruck nicht los, dass die so notwendige Kurskorrektur, die der Heilige Vater entschlossen angestoßen hat und weiter befördert, einer der tieferen Gründe für die verzerrende und verzerrte „Berichterstattung“ ist.

Auch hier geht der bekannt linksextreme WDR voran, vor allem in Sendungen, die sich am Sonntagmorgen den Anstrich besonders fortschrittlicher, interreligiöser Gesinnung geben und gar nicht merken, wie vorgestrig sie geblieben sind: sie grüßen mit dem ebenso unveränderten wie überholten Ideologiekram der späten sechziger und frühen siebziger Jahre und merken gar nicht, dass nur noch versprengte Trüppchen gleichgesinnter Pensionisten zurückwinken, während der Rest der Interessierten sich längst dem Projekt „Zukunft geht nicht ohne Vergangenheit“ zugewandt hat.

Die Medien wissen, die Presse weiß, dass ihre Glaubwürdigkeit verloren ist. Journalisten wissen um ihr katastrophales Ansehen in der Öffentlichkeit, und nicht umsonst werden die vor Kritik berstenden Kommentarspalten der Medien im Internet immer schneller geschlossen oder gar nicht erst aktiviert. Das liegt eben auch an dem, was verschwiegen oder versteckt wird.

Ein besonders aktuelles Beispiel ist die Manipulation (wenn man es so nennen will) im „Deutschlandtrend“ der ARD, auch hier wieder federführend: der WDR.

Die Umfrage beinhaltete 17 Fragen zu verschiedenen Themen, z.T. den üblichen nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der Regierung. Im von der ARD gesendeten Video über die Umfrage tauchten drei Bereiche nicht auf: derjenige nach der Direktwahl des Bundeskanzlers, nach der Fußballweltmeisterschaft und derjenige nach dem Ausstieg aus der Kernenergie. Wenn man dann die schriftliche Langfassung aufruft, werden alle Fragen ausführlich besprochen, bis auf diejenige nach der Beliebtheit von Bundespräsident Gauck – und die Frage 15, diejenige nach dem Atomausstieg. Nun kann man die aber auch erfahren, eine PDF-Datei ist verlinkt, eine Pressemitteilung des WDR dazu gibt es auch. Aber: wer macht sich denn die Mühe, immer noch weiter und tiefer zu forschen? Auch bei Google werden meistens nur die ersten drei Seiten zu einem Stichwort abgefragt – wer macht sich da die Mühe, einen in den offiziellen Nachrichten bereits zusammengefassten Bericht nochmals und intensiv zu verfolgen, ihn nochmals zu kontrollieren? Und nur er erfährt, dass eine Mehrheit von 53 % gegen einen Ausstieg aus der Kernkraft ist, nur 42 % sind dafür!! Wird das verschwiegen?

Nicht unbedingt verschweigen, aber verstecken, umdeuten, die Begrifflichkeit verändern, Zusammenhänge verschweigen oder verzerren, das ist die Taktik... Haltet die Presse!

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 49 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!