Civitas Institut

Bamberger Erzbischof für muslimische Feiertage PDF Drucken E-Mail
Montag, den 03. September 2012 um 18:38 Uhr

Was so viele unserer Diözesanbischöfe umtreibt, ist und bleibt ein oft recht großes Geheimnis, im günstigsten Fall bleibt es völlig unverständlich. So auch jetzt wieder: während traditionsverbundene Gruppierungen unter Einsatz aller Kräfte dafür kämpfen, daß die europäischen Völker ihre Religion, Sitte, Kultur und Geschichte nicht gänzlich verlieren, setzen sich (nicht nur) deutsche Bischöfe aktiv für den Verfall ein - so auch S.E. Erzbischof Ludwig Schick, Bamberg.

Die KNA meldet: "Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick hat sich für muslimische Feiertage ausgesprochen. „Es ist gut, wenn dafür gesetzliche Möglichkeiten etwa für die Freistellung von Arbeit und Schule geschaffen werden“, sagte Schick im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Letztendlich gehe es um die grundsätzliche Frage, wie viel Religion eine Gesellschaft noch brauche. „Sie braucht die Religion“, erklärte Schick.

Schick unterstützt damit eine Forderung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Sie sprach sich für solche Feiertage aus, die jedoch nicht als gesetzliche Feiertage gelten sollen, sondern Schülern und Arbeitnehmern die Möglichkeit gibt, freie Tage zu nehmen und diese durch Urlaub oder Mehrarbeit auszugleichen. Ein entsprechendes Modell wurde nun in Hamburg vereinbart. Auch die SPD und die evangelisch-lutherische Landeskirche können sich eine solche Regelung für den Freistaat vorstellen.

Die CSU-Landtagsfraktion dagegen erteilte solchen Vorstellungen eine Absage und warf Leutheusser-Schnarrenberger „Irrlichterei“ vor. Die FDP-Landesvorsitzende wolle schließlich „in einem christ-lich geprägten Land wie Bayern einerseits stille Feiertage wie Allerheiligen oder Buß- und Bettag beschneiden“, sagte Fraktionschef Georg Schmid. Ihr Ziel sei es offensichtlich, alles Christliche zurückzudrängen. Leutheusser-Schnarrenberger müsse dringend ihren religionspolitischen Kurs klären."

Daß die Krise der Kirche eine Krise der Bischöfe ist - das ist schon seit Jahrzehnten keine Nachricht mehr. Und daß unsere Bischöfe in Zeiten nullwertigen religiösen Wissens fremde Religionen unterstützen, statt unser ureigenstes Erbe zu bewahren und weiterzugeben: haben wir uns wirklich schon daran gewöhnt?

Da hören wir das (erklärtermaßen katholische) Kind im Fernseh-Regionalprogramm nach der im "Religionsunterricht" heutzutage obligatorischen Moscheebesichtigung sagen, eine Moschee sei so etwas wie eine Kirche - nur viel schöner. Und in der nun so gar nicht christentumsfreundlichen  "Zeit" lasen gestern wir am Anfang eines Artikels von Christine Brinck die Sätze: "Golgatha ist keine Zahnpasta, und Sodom und Gomorrha sind kein Ehepaar. Noah ist nicht bloß der Vorname von Boris Beckers Sohn und Hiob nicht allein der Titel eines Romans von Joseph Roth. Ostern ist nicht das Fest von Jesu Hochzeit und Pfingsten nicht das seiner Auferstehung.
Viele Bewohner des sogenannten christlichen Abendlandes wären sich da allerdings nicht so sicher."

Unsere Bischöfe wissen das alles, und sie wissen um ihre Verantwortlichkeit. An dieser Stelle wiederholt sich die Frage am Anfang dieses Artikels: "Was so viele unserer Diözesanbischöfe umtreibt, ist und bleibt ein oft recht großes Geheimnis, im günstigsten Fall bleibt es völlig unverständlich."

JV

 

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