Civitas Institut

3.000 Christen demonstrierten für ein Recht auf Leben PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 25. September 2012 um 14:28 Uhr

Mit dem „Marsch für das Leben“ hat der „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL) auch in diesem Jahr wieder in der Hauptstadt für den Schutz der ungeborenen Kinder demonstriert. Etwa 2.700 bis 3.000 Teilnehmer zogen am Samstag unter dem Motto „Ja zum Leben“ vom Bundeskanzleramt durch Berlin-Mitte zur katholischen Sankt-Hedwigs-Kathedrale. Gruppen von Gegendemonstranten begleiten den „Lebens-Marsch“ auch jetzt wieder und versuchten durch Trillerpfeifen und dummes Gegröle die Veranstaltung zu stören. Anders als in früheren Jahren kam es aber nicht zu Übergriffen auf die Demonstranten, was wohl auch dem Schutz der Demonstration durch die Polizei zu verdanken ist. Die Medien berichten nicht über diese Demonstration.

 

 

Politiker und Kirchenvertreter hatten die Demonstration in am Vortag verbreiteten Grußworten unterstützt. So kritisierte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), in seinem Schreiben den vorgeburtlichen Bluttest. „Eine Selektion wie sie der Test ermöglicht, ist nicht akzeptabel“, so Hüppe. Der Test diskriminiere Menschen mit Down-Syndrom „maximal“.

 

Der Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), verwies auf die mehr als 100.000 gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche im vergangenen Jahr. Als problematisch wertete er auch die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik. Dadurch steige der Druck auf die Eltern, „mit aller Macht gesunde Kinder zu bekommen“.

 

Der neue Präfekt der Römischen Glaubenskongregation, der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, betonte in seinem Schreiben, dass sich der „unbedingte Lebensschutz“ nicht nur aus dem Evangelium ergebe, sondern auch in der Würde des Menschen wurzle. Die Menschenwürde sei „grundlegend für die Ordnung des Staates und das gelingende Zusammenleben der Menschen auf den verschiedenen Ebenen der Gesellschaft“.

 

Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki, der, wie auch die anderen Bischöfe und Politiker nicht an der Demonstration teilnahm, kritisierte, dass „trotz zunehmender Zahl an Ethik-Kommissionen und Ethik-Debatten immer neue Dämme gebrochen werden“. Mit Blick auf den Bluttest, die „erleichterten Möglichkeiten zum Suizid“ und den Organspendenskandal bestehe die Gefahr, dass sich die Gesellschaft zunehmend an Unrecht und lebensbedrohliche Prozesse gewöhne, so der Erzbischof.

 

Im Unterschied zu den deutschen Bischöfen waren Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius X. bei dem Demonstration dabei, so unter anderem der deutsche Distriktobere Pater Franz Schmidberger.

 

Mit weißen Holzkreuzen als Symbol für abgetriebene Kinder und Fotos von lebenden Kindern protestiert der BVL mit dieser Kundgebung bereits seit zehn Jahren in der Hauptstadt gegen Abtreibung, gegen die staatliche Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen und gegen die Präimplantationsdiagnostik. Zudem fordert der Verband, die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen.

 

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