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Im Westen nichts Neues PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 07. November 2012 um 12:57 Uhr

Die Präsidentschaftswahlen in den USA sind entschieden. Der alte Präsident ist auch der neue und der „konservative“ Herausforderer Romney hat deutlich verloren. Wir haben auch nichts anderes erwartet und wer glaubte, mit Romney wäre alles anders oder sogar besser geworden, der lag ohnehin falsch.

 

Heute Morgen um 5.15 Uhr deutscher Zeit ist die Entscheidung klar: Alle amerikanischen Fernsehstationen verkünden den Wahlsieg von Barack Obama.

 

Der „konservative“ Nachrichtensender Fox News kennt auch gleich die Gründe für die deutliche Niederlage des Herausforderers des „Heiligen der Letzten Tage“ Mitt Romney. Der Republikaner hätten die Chance verpasst, die hohe Arbeitslosigkeit und die umstrittene Gesundheitsreform für seine Kampagne zu nutzen. Allerdings hat Romney keine Gegenheit ausgelassen, auf die Arbeitslosigkeit hinzuweisen und Millionen neuer Arbeitsplätze zu versprechen.

 

Romneys Niederlage fällt deutlicher aus, als die Umfragen es erwarten ließen. Von den elf heiß umkämpften sogenannten „Swing States“ gewinnt Romney nur North Carolina. In allen anderen muss er sich, wenn auch knapp, dem Amtsinhaber geschlagen geben. Jeder Staat entsendet, je nach Bevölkerung, Delegierte zu Wahl des neuen Präsidenten. Wer in einem Staat siegt, erhält auch alle Wahlmänner. Romney hat am Ende 206 von ihnen, Obama 332. Bei den Wählern ist es deutlich knapper. Der Republikaner kommt auf 49 Prozent der abgegebenen Stimmen, der Demokrat erhält knapp 50 Prozent.

 

Seinen Sieg verdankt Obama dabei vor allem den Minderheiten. Während die weiße Bevölkerung zu 60 Prozent Romney gewählt hat, kann der Amtsinhaber bei Schwarzen (93 Prozent) und Latinos (71 Prozent) punkten.

 

Allerdings gibt es einen kleinen Trost für die Republikaner. Sie errangen die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Die Republikaner verteidigten dort ihre Mehrheit und können so jedes Gesetz blockieren. Obama wird sich mit ihnen arrangieren müssen.

 

Wenn man Romney als einen Konservativen bezeichnet, ist dies nicht ganz richtig. Sowohl Romney als auch Obama sind natürlich Liberale, doch sie unterscheiden sich wie sich Liberale eben unterscheiden. Während Obama einen im Prinzip egalitaristischen Liberalismus verteidigt ähnlich wie bei uns alle im Bundestag vertreten Parteien, neigt Romney einem Liberalismus des weitgehend uneingeschränkten Wirtschaftsliberalismus. Beides widerspricht der katholischen Soziallehre.

 

Auch hat sich Romney sehr zurückgehalten, wenn es um ein Verbot oder zumindest um eine deutlich Begrenzungen der Abtreibung geht. Ob er die unter Obama eingeleiteten Gesetze geändert hätte, ist zumindest fragwürdig.

 

 

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