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Revolutionäre Stimmung in Südeuropa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 15. November 2012 um 10:30 Uhr

Hunderttausende Europäer in Südeuropa und Belgien sind am Mittwoch auf die Straße gegangen um mit zum Teil massiven gewaltsamen Demonstrationen gegen die Sparpolitik in ihren Ländern zu demonstrieren. Hauptfeind ist dabei Deutschland und Angela Merkel. Diese Demonstrationen, die sicher fortgesetzt werden und die Staaten destabilisieren könnten, sind ein sicheres Zeichen für das Ende der Europäischen Union und ihrer Rettungspolitik. In einem subsidiären Europa wäre es gar nicht zu einer solchen Situation gekommen.

Die Schäden der Streiks und Demonstrationen, die teilweise den gesamten Nah- und Fernverkehr lahmlegten und zu hunderten Streichungen von Flügen führten, geht ersten Schätzungen nach in die Milliarden. Natürlich erklären sich die deutschen Gewerkschaften mit diesen Demonstranten solidarisch, die faktisch mehr Geld aus Deutschland fordern. Dass die Arbeitnehmer in Deutschland dafür die Zeche zahlen müssen, verraten den Gewerkschaftsbonzen ihren Mitgliedern natürlich nicht.

Über viele Jahre haben die südeuropäischen Länder, verführt durch den Euro, massiv über ohne Verhältnisse gelebt und importiert, was nur möglich war. Jetzt sind die Schulden auf ein Niveau gestiegen, dass vielfach nicht mehr zurückgezahlt werden kann. Deshalb wurden diese Länder vor allem auf deutschen Druck dazu aufgefordert, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen und auf Dauer nicht mehr auszugeben, als sie einnehmen. Eigentlich etwas Selbstverständliches, auch für Deutschland selbst.

Doch Demokratien in aller Welt sind in allen Fällen über jedes vertretbare Maße hinaus verschuldet. Dies gehört zu den wesentlichen Eigenschaften parlamentarisch demokratischer Regierungen. Diese wollen wiedergewählt werden und die Wähler neigen mehr zu Parteien, die ihnen Wohlstand auf Pump versprechen als zu Parteien, die ihnen die Wahrheit sagen. Insofern sind die Menschen selbst zumindest mit Schuld an der Misere ihrer Staaten.

Allerdings wäre es ohne die zentralistische Politik EU und den Euro nie so weit gekommen. Ein streng subsidiären Europa, in dem die EU-Bürokraten sich nur um die Dinge kümmern, die von den Staaten nicht selbst erledigt werden können, hätte jede Hilfe für Staaten ausgeschlossen, die sich selbst verschulden. Und so stand es auch in den Verträgen zur Einführung des Euro.

Doch diese Verträge wurden durch die Staaten immer wieder gebrochen, womit jede Rechtskultur und Rechtstaatlichkeit in Europa zerstört wurde und damit das Vertrauen der Bürger verloren gegangen ist.

Die Pleitestaaten können diesmal alle Schuld auf Deutschland abwälzen, obwohl unser Land mit unseren Steuergeldern hunderte Milliarden Euro zur angeblichen „Rettung“ dieser Staaten schon bereitgestellt hat.

Der Widerstand und die Gewalt gegen die Regierungen und die EU wird weiter zunehmen, je mehr deutlich wird, dass kein Geld mehr zum Verteilen zur Verfügung steht. Damit zerfällt die EU, weil die Staaten nicht mehr miteinander, sondern gegeneinander arbeiten. Die für alle einfachste Lösung wäre der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro, oder ein „Nord-Euro“, der nur die Staaten umfasst, die relativ stabile Verhältnisse aufweisen. Auf Dauer kann Europa nur bestehen, wenn die naturrechtlichen Grundlagen jeder Gemeinschaft, Subsidiarität und Gerechtigkeit beachtet werden.

Die EU-Diktatoren allerdings kümmert das alles wenig. Sie beschließen zur selben Zeit die Einführung einer Frauenquote für alle Aufsichtsräte in Europa. Ist die dann verwirklicht, folgt eine Frauenquote für alle anderen Unternehmen. Vermutlich meinen diese weltfremden Diktatoren, das damit die Probleme Europas gelöst werden.

 

 

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