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Botschaft Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 15. Dezember 2012 um 10:16 Uhr

Die katholische Kirche hat den 1, Januar 2013 zum Weltfriedenstag erklärt. Aus diesem Anlass hat der Hl. Vater eine Botschaft zum Weltfrieden an alle Völker veröffentlicht und erinnert daran an wesentliche Grundsätze des Naturrechts und der katholischen Soziallehre. Eine Bezugnahme auf Jesus Christus als dem König der Völker und dem einzigen Garanten des Friedens in der Welt fehlt in der Botschaft aber offensichtlich. Der Papst wendet sich gegen den Finanzkapitalismus, die Nahrungsmittelkrise und die Förderung der Homosexualität.

 

 

Papst Benedikt XVI. hat vor einem ungezügelten Kapitalismus als Gefahr für den Weltfrieden gewarnt. Es sei „alarmierend“, dass die wachsende Ungleichheit zwischen Armen und Reichen und ein „ungeregelter Finanzkapitalismus“ zu Spannungen und Konfliktherden führten, heißt es in seiner am Freitag veröffentlichten Botschaft zum Weltfriedenstag.

 

Die Finanzmärkte müssten stärker kontrolliert werden, um den Ärmsten der Welt nicht noch mehr Schaden zuzufügen, so der Papst. Ein dauerhafter Frieden erfordere eine wirtschaftliche Entwicklung, die dem „Prinzip der Unentgeltlichkeit als Ausdruck der Brüderlichkeit und der Logik der Hingabe“ Rechnung trage. Die Ethik des Friedens sei eine „Ethik der Gemeinschaft und des Teilens“.

 

In seiner Botschaft mahnt der Papst zugleich für alle Menschen das Recht auf Arbeit an. Das Ziel, allen Zugang zu Arbeit zu verschaffen und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu sorgen, müsse weiterhin oberste Priorität haben, so Benedikt XVI.

 

Besorgt äußert er sich auch über die Nahrungsmittelkrise. Diese sei noch „weit schwerwiegender“ als die Finanzkrise. Ihre Ursachen seien auch ein „verantwortungsloses Verhalten einiger Wirtschaftsunternehmen“ sowie eine unzureichende Kontrolle durch die Regierungen und die internationale Gemeinschaft.

 

Der Papst wendet sich zudem gegen eine rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und fordert einen stärkeren Schutz der Ehe. Als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau dürfe die Ehe vor dem Gesetz nicht auf eine Ebene gestellt werden mit „radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen“, so Benedikt XVI.

 

Der besondere Charakter und die unersetzliche Rolle der Ehe würden durch gleichgeschlechtliche Gemeinschaften „verdunkelt“. Benedikt XVI. hob hervor, dass diese Grundsätze „in die menschliche Natur selbst eingeschrieben, mit der Vernunft erkennbar und so der gesamten Menschheit gemeinsam“ seien. Es handele sich nicht um Glaubenswahrheiten, die nur für Katholiken Gültigkeit hätten.

 

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