Civitas Institut

Die wahren Gewinner der Eurorettung PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 22. Dezember 2012 um 00:00 Uhr

Wer wirklich von der Rettungspolitik der EU profitiert, ist eigentlich den Meisten längst bekannt. Ginge es um die Menschen in Griechenland, denen es zu einem großen Teil wirklich sehr schlecht geht, so schlecht, dass wir uns hier kaum vorstellen können, dass solches Elend in Europa noch existiert, dann könnte man darüber reden, wie man diesen Menschen helfen kann. Doch darum geht es den EU-Diktatoren nicht im Geringsten. Profiteure der Eurorettung sind insbesondere die internationalen Großbanken und die „Heuschrecken“, die sogenannten Hedgefonds. Hier wurde bekannt, dass allein ein einziger Hedgefonds im laufenden Jahr 500 Millionen Euro an der Rettungspolitik verdient hat.

 

 

Es handelt sich um den Hedgefonds „Third Point“, ein besonders auf riskante und hochspekulative Investments spezialisierter Hedgefonds. Doch ist dies nur einer von mehreren Heuschrecken, die insgesamt einige Milliarden Euro Gewinn machten und zwar Gewinne, die von den Steuerzahlern in Europa bezahlt werden müssen. Andere heißen Fir Tree Partners, Appaloosa Management, Greylock Capital. Third Point war allerdings am erfolgreichsten mit einem Gewinn von einer halbe Milliarde Euro nur aus Griechenland-Anleihen.

 

Das Ganze hat so funktioniert: Die Fonds setzen schon früh darauf, dass die EU Griechenland retten wird. Deshalb kauften sie griechische Staatsanleihen zum Preis von 17 Cent pro Euro Nennwert. Tatsächlich wurde dann die Rettungspolitik aktiviert und hunderte Milliarden aus europäischen Steuergeldern bereitgestellt, damit Griechenland seine wertlosen Anleihen zurückkaufen konnte, die zuvor von der EZB für einen Euro das Stück aufgekauft wurden. Durch den Rückkauf stieg der Kurs der Ramschanleihen von 17 Cent auf genau das Doppelte. Nun konnten die Heuschrecken ihre Anleihen zu diesem Preis wieder verkaufen und erzielten damit eine Verdoppelung ihres Einsatzes innerhalb nur eines Jahres.

 

Dafür zahlen wir Steuerzahler das Geld, damit solche und viele andere Spekulanten und Banken sich bereichern können. Und dies alles ist völlig legal, denn wir leben ja in einem sogenannten „Rechtsstaat“.

 

Bis jetzt ist der für den heutigen Tag angekündigte Weltuntergang ausgeblieben. Doch lange geht diese Art der Politik nicht mehr gut. Und dann gibt es zwar keinen Weltuntergang, aber das bisherige System der EU wird zusammenbrechen und mit diesem die gesamte globalisierte liberalkapitalistische Weltwirtschaft.

 

Kein Staat oder Staatenbund kann überleben, wenn er gegen das Naturrecht und gegen Gott gerichtet ist.

 

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