Civitas Institut

Anfang vom Ende der EU? PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Juni 2016 um 15:40 Uhr

Die Briten haben entschieden. Mit einer klaren Mehrheit von 51,9 Prozent der Stimmen verabschieden sich die Briten aus der Europäischen Union. Dazu gratulieren wir den Völkern der Insel im Westen Europas. Die von der EU-Bürokratie gesteuerten Medien sind da natürlich völlig anderer Meinung. Einstimmig (!!!) beschimpfen die Medien die britischen Wähler wegen ihrer Entscheidung gegen eine Fortsetzung der permanenten Eingriffe in die persönlichsten Bereiche der Familien und Menschen in Europa und für ihre Selbständigkeit. Für die EU bedeutet bekanntlich „Demokratie“ das zu wollen, was die EU-Bonzen wollen. Niemand stellt sich ernsthaft die Frage, warum die Bürger die Nase voll haben von der EU.

Die gesamte Argumentation gegen den EU-Austritt beruht auf einem einzigen Punkt: den wirtschaftlichen Nachteilen für die Briten und wohl auch für die EU. Aber das war den Wählern durchaus bewusst. Sie haben sich trotzdem für den Austritt entschieden.

Wäre die EU noch die EWG, handelte es sich um eine Wirtschaftsgemeinschaft, in der die Dinge subsidiär geregelt werden, die von den Nationalstaaten nicht oder nur sehr schwierig geregelt werden können, hätte es keinen Brexit gegeben und es gäbe auch kaum Widerstand gegen die EU.

Doch die EU will mehr: sie mischt sich in Bereiche ein, die von den Nationalstaaten und den Regionen viel besser geregt werden können. Dies verstößt gegen das naturrechtliche Prinzip der Subsidiarität, nach dem jede Gemeinschaft die Angelegenheiten selbst regeln muss und darf, die sie selbst regeln kann. Dazu gehört fast alles, aber es gibt durchaus sinnvolle Regelungen, die von der Gemeinschaft besser geregelt werden können, z.B. wirtschaftliche Fragen zwischen den Mitgliedsstaaten und die Kooperation mit anderen Ländern und Gemeinschaften. Auch eine gemeinsame Verteidigungspolitik wäre sinnvoll, um sich von der US-Vorherrschaft in der NATO zu lösen. Doch da geschieht nichts. Die EU ist nur ein Anhängsel der USA und ihrer Hegemonialinteressen. Nirgendwo wird das deutlicher als bei den Boykottmaßnahmen gegen Russland, die den EU-Mitgliedern erheblich schaden, den Amis aber nur nutzen.

Das sich über die Hälfte eines Volkes trotz der wirtschaftlichen Vorteile der EU aus dieser totalitären Organisation verabschiedet, sollten den EU-Bonzen eigentlich zu denken geben, zumal in den meisten westeuropäischen Ländern die Bürger ähnlich denken wie die Briten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die EU-Diktatoren kündigen bereits Strafmaßnahmen gegen die Briten an und es geht so weiter wie bisher, nur noch radikaler. Statt Kompetenzen an die Mitgliedsstaaten zurückzugeben, wird man die Politik der Einmischung in alle Lebensbereiche der Bürger und Familien weiterbetreiben. Nur ein Beispiel: Wäre es möglich gewesen, die Gender Mainstreaming Politik in einem europäischen Land durchzusetzen, wenn dies nicht von den EU-Diktatoren befohlen worden wäre? Hätte es für eine solche Politik in einem nationalen Parlament eine Mehrheit gegeben? Ähnliches gilt für viele andere Bereiche in der Gesundheitspolitik der Familienpolitik usw.

Wir Katholiken sind nicht gegen eine gemeinsame europäische Politik. Aber wir sind gegen Eingriffe der EU in Bereiche, die sie nichts angeht. Eine EU ist sinnvoll, wenn sie STRENG das Subsidiaritätsprinzip beachtet. Da DIESE EU dies niemals tun wird, bleibt nur der Austritt und die Vertreibung der EU-Diktatoren!

 

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