Civitas Institut

Warum die EU wirtschaftlich zum Schlusslicht wurde PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 19. Juli 2016 um 06:47 Uhr

Die Mitgliedschaft Deutschlands in der EU wird damit begründet, dass Nationalstaaten nicht in der Lage seien, sich im internationalen Markt zu behaupten und dass die EU Mitgliedschaft insbesondere große wirtschaftliche Vorteile für Deutschland mit sich bringt. Insbesondere die weitere Integration bringe daher wirtschaftliche Vorteile und größeres Wachstum. Dass dies eines der zahlreichen Mythen ist, die den Menschen erzählt werden, zeigt eine genaue Analyse. Die folgende kurze Analyse stammt von dem Wirtschaftsexperten Bruno Bandulet.

 

„Der in den Augen der Europäer am stärksten deligitimierte Bestandteil der politischen Formel ist das Versprechen, die Integration sei der Garant für Wohlstand und wirtschaftlichen Fortschritt. Das Versprechen wurde erfüllt, bis sich die EU mit dem Vertrag von Maastricht und dem Euro übernahm und auf die schiefe Bahn geriet. Noch im März 2000 setzen sich die Regierungschefs auf einem Sondergipfel mit der sogenannten Lissabon-Agenda das Ziel, die EU zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“ mit einem „dauerhaften“ Wirtschaftswachstum und mehr und besseren Arbeitsplätzen.

Nichts davon wurde realisiert. Die Lissabon-Agenda geriet zu einer peinlichen Blamage. Seit dem Jahr 2000 wuchs die Wirtschaft nirgendwo auf der Welt so schwach wie in der EU – und due Euro-Zone schnitt noch schlechter ab als die EU-Länder, die ihr fernblieben. Von 1999, dem ersten Jahr der Kunstwährung, bis 2015 schrumpfte der Anteil der deutschen Warenexporte, die in die Euro-Zone gingen, von 44 auf 35 Prozent. Erst 2015 hat die Euro-Zone insgesamt die Wirtschaftsleistung des Jahres 2008, als die Finanzkrise ausbrach, wieder erreicht. Das Bruttoinlandsprodukt Italiens liegt heute nicht höher als zum Zeitpunkt der Euro-Einführung 1999. Ganz Südeuropa leidet unter einer horrenden Arbeitslosigkeit. Selbst in Frankreich liegt sie knapp über zehn Prozent. Dabei sind die offiziellen Zahlen auch noch geschönt, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung ergab. Demnach beträgt selbst in Deutschland die tatsächliche Arbeitslosigkeit knapp zwölf Prozent. Mit dem Vertrag von Maastricht und den Folgeverträgen hat die europäische Integration das Optimum ihrer Nützlichkeit überschritten.

Dazu weht mehr als ein Hauch von Kulturmarxismus durch die Absonderungen von Kommission und Europäischem „Parlament“. Schon Wilhelm Röpke hat frühzeitig gesehen, dass „das, was die europäische Kultur auf der höchsten Ebene zu einer Einheit macht, nämlich das antik-christliche Geisteserbe, mit Geringschätzung behandelt wird.“ Er sprach von der „falschen Flagge der internationalen Gemeinschaft“, vom „Schein der hohen Ideale“ und von einer „offenen Verschwörung“, mir der die wenigen Menschen konfrontiert seien, die noch den Mut hätten, diese Dinge offenauszusprechen.“

Aus: Bruno Bandulet: DeutschlandBrief, in: eigentümlich frei, Nr. 165, S.9f.

 

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 20 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!