| Sterben lassen... |
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| Donnerstag, den 28. August 2008 um 02:00 Uhr | ||||
Eine Meldung aus Amersfoort in den Niederlanden macht erschrecken: in einem Brief werden Bewohner eines Altersheims und deren Angehörige informiert, daß die Bewohner nicht mehr reanimiert werden, wenn sie 70 Jahren (und älter) sind, es sei denn, "jemand äußere ganz ausdrücklich einen gegenteiligen Wunsch".
Zur Begründung ihrer Entscheidung schreibt die Heimleitung, daß bei Personen über 70 Jahren die Lebensqualität nach einer Reanimation ernstlich verschlechtert werde (sic!). Die niederländische Stiftung für Herzkrankheiten bezeichnet eine solche Altersgrenze für die Reanimation als "lächerlich", und die Niederländische Gesellschaft für klinische Geriatrie betont, das gehe zu weit. Die Leitung des Altersheimes "St. Pieters en Bloklands Gasthuis" rechtfertigt ihre Entscheidung insbesondere damit, daß sie versichert, die Mehrzahl der Heimbewohner wünsche gar keine Reanimierung. Die sich in solchen Gedankengängen spiegelnde Einstellung zu eigenem und fremdem menschlichen Leben erschreckt zutiefst - macht sie doch die Leere und Sinnlosigkeit einer Lebensauffassung deutlich, welche die Lebensqualität nicht an Werten, nicht an verschenkter und empfangener Liebe festmacht, sondern einzig an materiellen Gegebenheiten und Möglichkeiten.
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Eine Meldung aus Amersfoort in den Niederlanden macht erschrecken: in einem Brief werden Bewohner eines Altersheims und deren Angehörige informiert, daß die Bewohner nicht mehr reanimiert werden, wenn sie 70 Jahren (und älter) sind, es sei denn, "jemand äußere ganz ausdrücklich einen gegenteiligen Wunsch".

