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Japans Ministerpräsident ist katholisch PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 25. September 2008 um 02:00 Uhr
aso.jpgTaro Francisco Aso, der frühere Außenminister und Vorsitzende der japanischen Liberaldemokratischen Partei stammt aus einer seit vier Generationen katholischen Familie.

Am gestrigen Mittwoch wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt; am 19. September hatte er seine Zugehörigkeit zur Kirche anläßlich seiner Kandidatur für dieses Amt öffentlich erklärt. Er trägt eine Kette mit einem Kreuz. Am 15. August gedenkt Japan des Endes des Zweiten Weltkrieges, die politische Rechte des Landes versammelt sich am Yasukuni-Tempel, einem schintoistischen Heiligtum zum Gedenken an die für ihre Heimat Gefallenen des Krieges. Aso besucht an diesem Tag, am Fest Mariä Himmelfahrt,  die Heilige Messe.

Rom hat kürzlich 188 japanische Martyrer  seliggesprochen und so auch der tragischen Geschichte der Pioniere des Glaubens in Japan gedacht. Lediglich 1 % der Japaner sind Christen (450 000 Katholiken, 650 000 Protestanten), ihr gesellschaftlicher Einfluß ist jedoch bedeutend: so waren von den fünf Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten drei Christen.

 

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