| Misereor-Fastenaktion: Sekundäres Christentum in Reinkultur |
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| Montag, den 22. Februar 2010 um 15:08 Uhr | ||||
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Als „wesentliche Ziele“ der Fastenaktion nennt S.E. Bischof Genn „für die Probleme der Entwicklungsländer zu sensibilisieren“. Auch soll es um ein „vertieftes Bewußtsein von den Zusammenhängen in der globalisierten Welt“ gehen. Was das mit einer Fastenaktion einer katholischen Hilfsorganisation zu tun hat, fragt man sich da unwillkürlich.
Auf die Frage, ob es in der Diözese Anzeichen eines solchen Bewußtseinswandels gibt, kann der erst kürzlich nach Münster ernannte Bischof nur auf die Auseinandersetzungen der Katholiken in Münster mit „dem Themenspektrum Klimaschutz und Klimawandel, Bewahrung der Schöpfung“ verweisen. Derartige Themen werden üblicherweise von den Grünen und anderen politischen Parteien behandelt. Abgesehen davon, daß man hier völlig unkritisch in der Zeitgeist-Ideologie der „Klimakatastrophe“ mitschwimmt, ist in keiner Weise erkennbar, wo hier das christliche Profil, geschweige denn das katholische Profil erkennbar ist.
Es ist niemals das Ziel der katholischen Kirche und auch nicht ihrer Soziallehre gewesen, die Welt zu verbessern. Das ausschließliche und entscheidende Ziel der Kirche und ihrer gesamten Lehre besteht darin, die Menschen zur Erlösung durch unseren Herrn Jesus Christus zu führen und ihnen so das ewige Leben zu eröffnen. Wenn dabei eine „Verbesserung der Welt“ mitbewirkt wird – was natürlich häufig der Fall war -, dann um so besser. Doch darin das Ziel der Arbeit zu sehen, hat überhaupt nichts mit Jesus Christus und Seiner heiligen Kirche zu tun.
Das gesamte Interview, das von Frau Regina Einig geführt wurde, die für ihren ausgeprägten Hass auf die Piusbruderschaft bekannt ist, enthält nicht ein einziges Wort über die wahre Bestimmung des Menschen, über unseren Herrn Jesus Christus und das Wesen der katholischen Hilfsorganisationen. Es erschöpft sich in dem, was Romano Amerio als „sekundärer Christentum“ bezeichnet hat.
Dementsprechend heißt es denn auch schon in der Frage von Frau Einig „Misereor fördert die Weiterentwicklung zivilgesellschaftlicher und politischer Strukturen in den Ländern des Südens“. „Zivilgesellschaftlicher Strukturen“ sollte die Kirche alles andere als fördern, sondern vielmehr mit Kräften verhindern. Die immer stärker, besonders in den modernen postindustriellen Gesellschaften zunehmenden „zivilgesellschaftlichen Strukturen“ sind ganz wesentlich an der Zerstörung der Gesellschaft und des Staates Schuld, in dem kleine, „zivilgesellschaftliche Gruppierungen“ Einfluß auf öffentliche Entscheidungen und die Medien nehmen um so ihre partikulären Interessen durchzusetzen. Dies zersetzt den Staat und das Gemeinwohl, denn der Staat wird so zu Entscheidungen für Sonderinteressen genötigt. Die echten, naturgemäßen Gesellschaften, insbesondere Ehe, Familie, Gemeinde und die Gemeinschaften im Bereich von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur werden demgegenüber mehr und mehr entmachtet, obgleich sie die wesentlichen Träger der Gesellschaft sind.
Nirgendwo wird der vollständige Verfall der kirchlichen Lehre und die totale Unterwerfung unter dem Zeitgeist deutlicher als in der postkonziliaren Soziallehre.
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- CIVITAS Heft 16-2013 (2013.02.07)
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am 15.06.2013 14:00



Was unterscheidet das katholische Hilfswerk Misereor von anderen Hildsorganisationen? Antwort: nichts! Dies wird deutlich in dem Interview das Bischof Felix Genn anläßlich der Eröffnung der Misereor-Fastenaktion in der Diözese Münster der „Tagespost“ gegeben hat. Nicht das dieses Interview etwas außergewöhnliches ist; ähnliche nichtssagende Leerformeln finden sich in den Aussagen der Misereor Vertreter. Die katholische Fastenaktion ist zu einem reinen hohlen und nichtssagenden Humanismus verkommen, der sich dem aktuellen Zeitgeist restlos unterwirft.
