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Maltas Parlament stimmt Scheidungsgesetz zu PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 14:36 Uhr

Als letzter EU-Staat und als vorletzter Staat der Welt führt Malta die verhängnisvolle Ehescheidung ein. Am Montag nahm das Parlament des Inselstaates einen entsprechenden Gesetzentwurf mit großer Mehrheit an. 52 Abgeordnete stimmten für das Scheidungsgesetz, elf - darunter Ministerpräsident Lawrence Gonzi - votierten mit Nein; fünf Parlamentarier enthielten sich. Damit das Gesetz in Kraft treten kann, muss Staatspräsident George Abela es noch unterzeichnen.

 

 

Malta war der einzige EU-Staat, in dem Scheidung verboten ist. Das Verfahren zur Einführung eines Scheidungsgesetzes war vor gut einem Jahr von dem Abgeordneten der konservativen Nationalpartei Jeffrey Pullicino Orlando angestoßen worden. Der Abgeordnete ist ein bedeutungsloser Hinterbänkler, der sich von seiner Frau scheiden lassen wollte und deshalb die ganze Bewegung ins Rollen brachte.

 

Ende Mai sprach sich die Bevölkerung in einem Referendum mit rund 53 Prozent der Stimmen dafür aus, für „unwiderruflich zerrüttete Ehen“ die Möglichkeit der Scheidung einzuführen.

 

Gonzis Nationalpartei stand der Einführung mehrheitlich kritisch gegenüber. Der Ministerpräsident hatte aber nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Volksabstimmung erklärt, der Wählerwille müsse respektiert werden. Der Wählerwille steht also höher als die Gebote Gottes.

 

Der Initiator des Scheidungsgesetzes, Pullicino Orlando, forderte mit seinem Vorstoß zugleich eine Überarbeitung des Abkommens zwischen Kirche und Staat von 1995. Die darin festgeschriebene Vorrangstellung der Kirche bei Eheannullierungen sei ebenso wie weitere Bestimmungen nicht mehr „zeitgemäß“. Mit diesem lächerlichen „Argument“ wird seit langem jeder Verstoß gegen das Naturrecht und Sittengesetz begründet. Die Sünde ist immer zeitgemäß, doch die Wahrheit ist ewig.

 

 

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