Civitas Institut

Eine fast unbekannte, wichtige Quelle über Familie, Schule, Staat und christliche Erziehung PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 26. April 2008 um 10:20 Uhr

piexi.jpgImmer mehr und immer fester greift der Staat schon im frühesten Alter auf unsere Kinder zu. Kinderkrippen und Kindertagesstätten übernehmen immer mehr, was eigentlich Sache der liebenden Mutter, der schützenden Familie und des bergenden Heims ist – die Folgen werden bereits sichtbar.

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Bereits 1929 hat Papst Pius XI. (der Papst der großen, anti-nationalsozialistischen Enzyklika „Mit brennender Sorge“) ganz klar und deutlich zum Thema Stellung genommen: hier einige erste Zitate aus der Enzyklika „Divini Illius Magistri“, deren (nicht offizielle) deutsche Übersetzung auch in den Dokumententeil übernommen wird.

 In klaren Worten umreißt der Papst die Funktion des Staates in dem uns interessierenden Bereich: „Zweifach ist also die Funktion der beim Staate liegenden weltlichen Gewalt: die Familie und die Einzelmenschen zu schützen und zu fördern, sie aber nicht aufzusaugen oder sich an ihre Stelle zu setzen.“

 Und weiter liest man: „Der für die Erziehung notwendige Einfluß der Familienwelt wird zusätzlich noch dadurch geschwächt, daß heute sich fast überall das Bestreben geltend macht, die Kinder vom zartesten Alter an unter verschiedenen Vorwänden, wirtschaftlichen im Interesse von Gewerbe und Handel oder politischen, der Familie immer mehr zu entfremden.“

 Allein diese beiden kurzen Textauszüge zeigen deutlich die Irrwege der gegenwärtigen Familien- und Erziehungspolitik – und das im Jahre 1929!

 Heute mehr noch als je zuvor sind Priester und Lehrer heftigen Angriffen auf ihre Autorität ausgesetzt. Auch hier stellt Pius XI. die Dinge an ihren richtigen Platz: „Die Schule war also, von ihrem geschichtlichen Ursprung aus gesehen, ihrer Natur nach Ergänzung und Hilfe der Familie und der Kirche. Daraus folgt mit moralischer Notwendigkeit, daß die öffentliche Schule diesen beiden Einflußsphären sich nicht nur nicht entgegenstellen darf, sondern mit ihnen zur denkbar vollkommensten moralischen Einheit verwachsen muß, zu so inniger Gemeinschaft, daß sie mit der Familie und der Kirche ein einziges, der christlichen Erziehung geweihtes Heiligtum bilden kann, wenn anders sie nicht ihr Ziel verfehlen und sich gerade ins Gegenteil, in ein Werk der Zerstörung, verwandeln will.“

 Und er fährt fort: „Daraus gerade folgt, daß die sog. neutrale oder weltliche Schule, aus der die Religion ausgeschlossen ist, sich zu fundamentalsten Erziehungsgrundsätzen in Widerspruch setzt. Übrigens ist eine derartige Schule praktisch gar nicht möglich, da sie sich in Wirklichkeit zur religionsfeindlichen Schule entwickelt.“

 Da die Schule nicht „neutral“ sein kann, da sie „Ergänzung“ von Familie und Kirche ist, muß der Lehrer auch Sinn vermitteln, und zwar zwingenderweise denselben Sinn wie die ihm übergeordneten Erzieher, nämlich die Eltern, und eben auch der Priester: „…,daß man mit Recht sagen kann: Kirche und Familie bilden zusammen den einen Gottesstempel der christlichen Erziehung.“

 Es ist zu wünschen, daß die große Erziehungs-Enzyklika Papst Pius’ XI. weit mehr Beachtung findet, ist sie doch Richtschnur und Lichtspur für eine nicht nur in dieser Beziehung verwirrten und orientierungslos gewordenen Gesellschaft.

 

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