Civitas Institut

Jesuitenpater Mennekes: Familie kann viele Formen haben PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 04. Oktober 2011 um 18:24 Uhr

Berlin (KNA) Friedhelm Mennekes (71), Jesuitenpater, Religionssoziologe und Kunstkenner, hält wenig von einem starren Familienbild. Durch eine Verengung auf theologische oder soziologische Begriffe werde man „dem lebendigen Zusammenleben von Menschen“ nicht gerecht, sagte Mennekes der „Welt am Sonntag“. „Unsere Gesellschaft steht mitten in einem sozialen Wandel, da gibt es keine feststehende Definition mehr“, so der Jesuitenpater.

Laut Mennekes ist deswegen nur eine „Annäherung“ an den Familienbegriff möglich. Aus soziologischer Sicht bestehe eine Familie aus „zwei Menschen, die sich lieben und sich gebunden haben in einer Ehe oder in einem eheähnlichen Verhältnis - und die sich für Kinder geöffnet haben“. Das könnten eigene Kinder sein, die des Partners oder adoptierte. Mennekes weiter: „Familie kann aber auch ein alleinerziehendes Elternteil mit Kind sein.“ Zugleich räumte der Pater ein, dass das theologische Verständnis von Familie anders aussehe und die Ehe voraussetze.
Mennekes war von 1987 bis 2008 Pfarrer der Jesuitenkirche St. Peter in Köln. Dort gründete er die „Kunst-Station Sankt Peter“, die zu einem bundesweit bekannten Zentrum des Dialogs zwischen christlichem Glauben und moderner Kunst wurde. Derzeit präsentiert das Kölner Museum für Angewandte Kunst ein von Mennekes begleitetes Projekt namens „Reihenhausmannskost“. Dazu hat der südafrikanische Fotograf Stan Engelbrecht das familiäre Zusammenleben in Reihenhäusern porträtiert.

 

Kommentar: der Jesuitenorden war früher einer der angesehnsten Orden der Kirche. Der nachkonziliare Niedergang und Verfall bis hin zum Zerfall hat diesen Orden ganz besonders getroffen - Hochwürden Mennekes ist seit Jahrzehnten ein lebender Beweis.

 

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