Civitas Institut

Pariser Blasphemie-Theaterskandal: Civitas-Institut verteidigt Christi Ehre im Fernsehen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 02. November 2011 um 10:36 Uhr

Seit Tagen verfolgen wir mit Interesse eine Aktion des französischen Civitas-Instituts, die sich gegen ein blasphemisches „Theaterstück“ im Pariser Théâtre de la Ville richtet, in dessen Verlauf ein Christusbild mit Fäkalien beschmiert wird – in einer ersten, nun entschärften Fassung wurde es auch beworfen und mit dem Ruf „Du bist nicht mein Erlöser“ geschmäht. Das Civitas-Institut hat aufgerufen, Position zu beziehen, und so halten vor allem Jugendliche vor dem Theater singend und betend Mahnwachen, lassen sich zu dutzenden verhaften. Auch das französische Fernsehen ist aufmerksam geworden.

Am Samstag folgten über 5000 Christen dem Aufruf des Civitas-Instituts und zeigten singend und betend in den Straßen von Paris Flagge.

Im französischen Fernsehkanal „direct 5“ fand eine Diskussionsrunde statt, an der von offiziell-kirchlicher Seite der fernseh-omnipräsente Abbé de la Morandais teilnahm, der Regisseur Jean-Michel Ribes vertrat den künstlerischen Aspekt der Affäre. Der junge Anwalt Jérôme Triomphe von der Organisation AGRIF (Alliance Générale contre le Racisme et pour le Respect de l'Identité Française et Chrétienne – Allgemeiner Bund gegen Rassismus und für Respekt der französischen und christlichen Identität) und François Xavier Peron als Vertreter des französischen Civitas-Instituts (Peron ist der Organisator der Proteste) vertraten die katholische Position.

Natürlich wurden in der Einführung ins Thema die in ihren religiösen Gefühlen verletzten Katholiken als „Integristen“, als „Fundamentalisten“ vorgestellt, die durch ein Theaterstück zum „Brüllen“ gebracht werden. Hier tat sich auch der bekannte Abbé de la Morandais (76) besonders hervor, der nicht nur Autor u.a. des Buches „Die Kinder Abrahams“ ist (es behandelt die seiner Ansicht nach großen Gemeinsamkeiten von Judentum, Christentum und Mohammedanismus), sondern auch stolzer Ritter der vom Revolutionskaiser Bonaparte gestifteten Ehrenlegion und laut Auskunft der Encyclopédie de la fausse noblesse et de la noblesse d'apparence (Enzyklopädie des falschen und scheinbaren Adels) in Wirklichkeit „Maillard de la Morandais“ heißt und das „Maillard“ bei der Namensnennung nur zu gerne wegfallen lässt.

Abbé de la Morandais eröffnete die Runde gleich mit Vorwürfen einer angeblichen Nähe des Civitas-Instituts zu rechten Kreisen, unterstellte Gewaltbereitschaft (die Faschismuskeule – Abbé Maillard wörtlich: „fascho-catho“ - durfte natürlich nicht fehlen), und warf dem anwesenden Civitas-Repräsentanten den Kampf gegen die Selbständigkeit Algeriens in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vor – den Hinweis, dass F.X. Peron 1983 geboren und somit 27 Jahre alt ist, überging er souverän, ebenso wie er wohl die (ungerechte) Exkommunizierung Erzbischof Lefebvres erwähnte, nicht aber die Rücknahme dieser Exkommunikation durch den Heiligen Vater Benedikt XVI. Seine Einlassungen waren so durchsichtig einseitig, gefiltert und falsch, dass sein häufiger, beifallheischender Blick ins Studiopublikum keine Wirkung zeigte, ja: seine Unterstellung der Gewaltbereitschaft konnte von F.X. Peron durch den Hinweis erledigt werden, dass lediglich zwei von 500 Teilnehmern Olivenöl und Eier (!!) geworfen hatten. Maillard de la Morandais blieb hartnäckig bei seinen unhaltbaren Positionen.

Ähnlich schwach und sattsam bekannt waren die Beiträge des Theaterdirektors Jean-Michel Ribes, Leiter des Pariser „Théâtre du Rond-Point“. Sein Lamentieren über die Einschränkungen der Freiheit der Kunst, über e-mails mit Drohungen, über den Anspruch des Theaters, in die Gesellschaft hinein wirken zu müssen überzeugten ebenso wenig wie sein Versuch, das Kruzifix und die Darstellung von Martyrern in christlichen Kirchen als für Kinderseelen schädlich hinzustellen.

Von Seiten der AGRIF und des Civitas-Instituts wurde darauf hingewiesen, dass es immer wieder das Christentum ist, welches seinen Herrn Jesus Christus schmähen und beleidigen lassen muss – es fehle wohl der Mut, sich mit anderen, aggressiv reagierenden Religionen anzulegen. Der Versuch, die Beleidigung Christi zu leugnen, wurde mit dem Argument abgewehrt, wie der Regisseur denn reagieren würde, wenn ein Bild seiner Mutter mit Fäkalien beschmiert würde. Dass diese Theater auch noch mit Millionen Euros aus Steuergeldern am Leben gehalten werden, Steuern auch von katholiken Staatsbürgern, deren religiöse Gefühle tief verletzt werden, bleibt nach den Argumenten von Triomphe und Peron unverständlich.

Auch der Versuch, den offensichtlich schlecht informierten Pariser Kardinal Vingt-Trois gegen die Christi Ehre verteidigenden Katholiken in die Debatte einzuführen (Vingt-Trois hatte im Fernsehen von winzigen fundamentalistischen Grüppchen gesprochen) schlug fehl, als Peron zustimmende Schreiben von zehn französischen Diözesanbischöfen ins Feld führen konnte.

Auch wer die französische Sprache nicht beherrscht, kann sich hier wenigstens ein Bild von der Diskussion machen: Auftreten und Körpersprache der Teilnehmer sprechen auch eine deutliche Sprache.

Insgesamt gilt: es lohnt sich, für seinen berechtigten Standpunkt offensiv einzutreten. Die unerträgliche Vorherrschaft unreflektierter Sprachhülsen, Wortkeulen und Denkprothesen ist dann vorbei, wenn sachlich und ruhig mit einfachen Fakten solide dagegen argumentiert wird. Und es lohnt sich nicht nur, sondern es ist für jeden Christen zwingend geboten, die Ehre Gottes intelligent und gewaltfrei zu verteidigen.

Die jungen Verteidiger ihres Glaubens wollen ihren Protest gegen das gotteslästerliche Stück bis zu dessen Verschwinden vom Spielplan fortsetzen.

JV

 

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