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Piratenpartei: Radikal atheistische Politik PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 17. November 2011 um 00:00 Uhr

Wes Geistes Kind die sogenannte Piratenpartei ist, zeigt sich nun bei den Anträgen zum Bundesparteitag. Fünf von sechs Anträgen zum Verhältnis von Staat und Religion fordern eine radikale Trennung von Staat und Kirche. „Drohung mit Nachteilen im Jenseits“ wird als Psychoterror bezeichnet und soll verboten werden.

 

Die Anträge können im Internet zum Programmparteitag, der am 3. Und 4. Dezember in Offenbach am Main stattfinden soll, nachgelesen werden. Was die Religionsfeindlichkeit angeht, übertreffen die Piraten sogar noch die Kommunisten von der Linkspartei.

 

Die Antragsteller fordern unter anderem „eine klare Trennung von Staat und Religion im Sinne des Laizismus“ und ein Ende der „Privilegierung und Diskriminierung von Religionsgemeinschaften“. Mit „Diskriminierung“ ist natürlich der Islam gemeint, priviligiert sind nach Auffassung dieser Feinde unseres Herrn Jesus Christus natürlich die katholische Kirche und die EKD.

 

Einen anderer, noch weitergehender Antrag will „die gesetzliche Gleichstellung von Kirchen mit

gemeinnützigen Vereinen inklusive aller dazugehörigen Konsequenzen (z.B. keine Erfassung der Religionszugehörigkeit durch den Staat, Abschaffung der Kirchensteuer und eine Demokratisierung der Kirchen gemäß des Vereinsrechts)“. Hier wird ein direkter Eingriff des Staates in das Selbstbestimmungsrecht der Kirche gefordert, mit der Konsequenz, dass z.B. der Papst und die Bischöfe gewählt werden müssen.

 

Auf stramm antireligiösen Kurs will die Partei ein Antrag bringen, der fordert, Minderjährige „vor

Psychoterror (Drohung mit Nachteilen im Jenseits), Ausgrenzung und Diffamierung zu bewahren“. Wenn die katholische Kirche künftig ihrer von Jesus Christus geforderten Verkündigung nachkommt, zu der die Warnung vor den Folgen der Sünde gehört, dann werden die Priester und Bischöfe (sofern sie dies denn noch verkünden) dafür strafrechtlich verfolgt. So sieht die Freiheit a la Piraten aus.

 

Das derartige Forderungen vermutlich verfassungsfeindlich sind, stört die Piraten offenbar nicht. Sie wollen eine antiklerikale Diktatur errichten, der der allerdings alles andere erlaubt ist. Das Feindbild der Piraten sind ganz klar die Religionen, doch insbesondere die katholische Kirche, wie aus den Äußerungen dieser Fanatiker deutlich wird. Speziell gegen die katholische Kirche richtet sich ein Antrag, der die Streichung aller staatlichen Zuwendungen und der Kirchensteuern zugunsten der „rk Kirche“ fordert. In der Begründung heißt es, die katholische Kirche sei „undemokratisch“, „grundgesetzwidrig“, „frauenfeindlich“, „scheidungsfeindlich“,

„kinderfeindlich“, „gesundheitsschädigend“, „familienplanungsfeindlich“ und „intolerant (gegenüber anderen Gemeinschaften, besonders der evang. Kirche)“. Da sieht man doch, wer der Feind der Piraten ist.

 

Als Begründung für ihren Kirchenhass führen die Anträge aus, christlichen Kindern werde suggeriert, die Befriedigung ihres Geschlechtstriebs sei eine Todsünde. Daher brauche man neue Gesetze, die der „Neurotisierung von Mitmenschen, namentlich von wehrlosen Kindern, Einhalt gebieten“.

 

Ferner müsse die „Bedrohung Andersgläubiger mit ewiger Verdammnis in ihrem Charakter als Volksverhetzung erkannt und als Offizialdelikt verfolgt werden“.

 

Angesichts derart hetzerischer Anträge zu einem Programmparteitag, kann der katholische Christ nur hoffen, dass uns solche Fanatiker in den Parlamenten künftig erspart bleiben. Zugleich machen solche Anträge aber auch deutlich, wie der Wind in Deutschland sich gedreht hat und was Christen, die ihren Glauben wirklich ernst nehmen, in Zukunft zu erwarten haben.

 

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