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Religionsfreiheit in Amerika PDF Drucken E-Mail
Montag, den 27. Februar 2012 um 12:47 Uhr

Wozu die Religionsfreiheit führt, zeigt die Entwicklung in verschiedenen Ländern, insbesondere derzeit im angelsächsischen Raum: zur Freiheit von der Religion. In den USA wird ein Gesetz verabschiedet, dass katholische Einrichtungen verpflichtet, ihren Mitarbeitern z.B. die Pille zu finanzieren. Auf dem Konzil waren die US-Bischöfe die radikalsten Verteidiger der neuen Lehre der Religionsfreiheit, Jetzt wundern sie sich über die Folgen. Der Vorsitzende der katholischen US-Bischofskonferenz, Kardinal Timothy Dolan, warnt vor einer Aushöhlung der religiösen Freiheiten in seinem Land.

 

 

 

 

„Wenn eine Regierung beispielsweise Katholiken vorschreiben kann, dass sie nicht im Gesundheitssektor arbeiten können, ohne dass sie gegen ihre religiösen Überzeugungen handeln, wo wird das enden?“, fragte der New Yorker Erzbischof in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Brief an seine Mitbrüder.

 

Mit ihrer Gesundheitsreform überschreite die Obama-Regierung „ihre verfassungsmäßigen Grenzen und jene Grundrechte, auf denen unser Land gegründet wurde“. Zugleich mahnte Dolan eine einheitliche kirchliche Linie im Blick auf die geplante Gesundheitsreform an. Die Kirche könne den von Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius vorgelegten Entwurf nur unterstützen, wenn darin die Möglichkeit eines generellen Gewissensvorbehalts enthalten sei.

 

Nach der ursprünglichen, im Januar präsentierten staatlichen Regelung zur Krankenversicherung sollten Unternehmen auch für die Kosten von Maßnahmen der „Reproduktiven Gesundheit“ – insbesondere Verhütung - aufkommen. Davon wären zwar Religionsgemeinschaften ausgenommen, nicht aber Unternehmen in konfessioneller Trägerschaft wie Krankenhäuser oder Schulen.

 

Die Bischofskonferenz hatte dagegen heftig protestiert. Zwar begrüßten die Bischöfe die Reform generell; sie betonten aber, dass sie ausschließlich der Prävention und Behandlung von Krankheiten dienen sollte.

 

Das Thema spielt mittlerweile in den republikanischen Vorwahlen und in den Umfragen zum Präsidentschaftswahlkampf eine große Rolle. Der konservative katholische Bewerber der Republikaner Rick Santorum sagte bei einer Wahlveranstaltung in Cleveland, Obamas soziale Agenda folge falschen Idealen und „einer falschen Theologie“, die nicht auf der Bibel basiere. (Civitas / KNA)

 

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