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Allparteienkoalition für Eurorettung PDF Drucken E-Mail
Montag, den 21. Mai 2012 um 12:45 Uhr

Thilo Sarrazin hat ein neues Buch geschrieben. Selbst wenn man ihm bei seinem letzten Buch „Deutschland schafft sich ab“ vorwerfen konnte, er verstehe nichts von der Sache, gilt dies für sein neues Buch „Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat“ nicht. Sarrazin ist Finanzfachmann und war Vorstand der Bundesbank. Seit heute ist das Buch raus und sofort beginnt ein ungeheures Geheule aller Parteien gegen den Autor – nicht gegen die Argumente. Mit schwer beleidigenden und hasserfüllten Beschimpfungen führt Bundesverschuldungsminister Schäuble den Chor an.

 

 

Der Minister, der unter halbwegs normalen gesellschaftlich-politischen Verhältnissen des Landesverrats angeklagt worden wäre, meint „ „Entweder redet und schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül.“ Auf ein Argument gegen die Position Sarrazins wartet man von Schäuble allerdings vergebens.

 

Der vermutlich künftige Bundeskanzler-Kandidat der sogenannten „Grünen“ und ehemalige maoistische Linksradikale, Jürgen Trittin, dem an Deutschland und seiner Zukunft absolut nichts liegt, beschimpfte Sarrazins Position als „D-Mark Chauvinismus“. Ein tolles Argument. Anschließend kommt dann die „Rechtsradikalismus-Keule“ des Linksradikalen Trittin: „Sarrazin rutscht immer weiter nach rechts ins Abseits. Es ist erbärmlich, daß er den Holocaust heranzieht, um seinen Thesen zu Eurobonds größtmögliche Aufmerksamkeit zu sichern“. Trittin ist bekanntlich überhaupt nicht an „größtmögliche Aufmerksamkeit“ interessiert.

 

Die Parteigenossin und Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Renate Künast stimmte ein mit den Worten: „Nationalistischer Unsinn von Sarrazin passt nicht zum Bildungsauftrag eines öffentlich-rechtlichen Senders.“ Demokraty in Germany. In die öffentlich-rechtlichen Sender passen nur diejenigen, die die Meinung der vereinigten Linken von „C“DU/“C“SU bis LINKE vertreten. Basta!

 

Die FDP, die gerade erst wieder ihren Kopf aus der Schlinge des Untergangs retten konnte, spricht durch ihren Generalsekretär Patrick Döhring gegen Sarrazin, diese habe die Frage der historischen Verantwortung Deutschlands unzulässig mit der aktuellen währungspolitischen Debatte verknüpfen und kritisierte, daß Sarrazin am Sonntagabend zur ARD-Sendung „Günter Jauch“ eingeladen worden war. „Das hat im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nichts zu suchen“, monierte Döhring gegenüber der Bild am Sonntag. Ein sogenannter Liberaler gegen Meinungsfreiheit. Wenn es um den Euro geht hört selbst bei Liberalen der Liberalismus auf. Aber vielleicht ist das ja die neue Art Liberalismus im 21. Jahrhundert...

 

Eine weitere Stimme mit tiefer argumentativer Kraft gegen Sarrazin und für den Euro kommt von den Sozis: Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, meinte: „Das ist so schwachsinnig, daß man darüber gar nicht diskutieren sollte. Mit Sarrazin sollte sich niemand mehr in eine Talkshow setzen.“ Dies alles sind unsere deutschen Demokraten. Eine wirklich phantastische Demokratie haben wir in Deutschland.

 

Und dabei muss man beachten, dass alle diese Damen und Herren sicher das Buch Sarrazins nicht gelesen haben. Was unterscheidet diese totalitären Sprüche aller Parteibonzen, die seit Jahren unser Land in den Untergang führen und entschlossen das Gemeinwohl bekämpfen, von einer Diktatur?

 

Besonders pervers und aussgließlich persönlich beleidigend ist der Kommentar der linksradikalen, glücklicherweise fast pleite Tageszeitung Frankfurter Rundschau: deren Kommentatorin nannte das starke Argument gegen Sarrazin: er sei eine „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“. Jauch verplempere Fernsehgebühren, damit Sarrazin das tun dürfe, was er am besten könne; „das niedrigste im Menschen anzusprechen“.

 

Soviel zur Frage von „Dialogkultur“ und „Demokratie“ in Deutschland! Das weitere folgt in den kommenden Wochen.

 

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