Civitas Institut

Schleichend und leise: sie kommen, die Tagesväter PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 31. Mai 2012 um 17:48 Uhr

Angeblich fehlen in NRW zehntausende von Kindertagesstätten-Plätzen, berichtet der WDR. Die Bundesfamilienministerin ist in die Pflicht genommen, solche Plätze zu schaffen, und das soll sie anstelle des sogenannten Betreuungsgeldes tun: diese Mittel seien für Schaffung und Ausbau von euphemistisch „Kindertagesstätten“ genannten Verwahranstalten zu verwenden. Die äußerst schwache Argumentation der üblichen, verdächtigen, linken Kreise: niemand bekomme ja auch Geld dafür, wenn er die Leistungen z.B. eines Museums nicht in Anspruch nehme.

Mit der bei notorischen Sozialisten üblichen Penetranz werden die Parolen in den gleichgesinnten Medien so lange wiederholt, bis sie in die Köpfe der „Bevölkerung“ eingehämmert sind. Diejenigen, die in komplexeren Strukturen oberhalb der ausgegebenen politisch korrekten Phrasen denken, streichen sowieso genervt die Segel. Und so kommt es, dass früher oder später auch die allerverdrehteste, mit der Realität in überhaupt keiner Weise mehr übereinstimmende sozialistische These irgendwann überall nachgesprochen wird, manchmal im Chor, so wie die Schafe in Orwells „Farm der Tiere“ völlig ahnunglos blöken: „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht“. Die eingeschüchterten Hühner werden per Beschluss zu Vierbeinern ernannt. Nun denn.

Unangefochten steht bereits die Aussage, dass Kindertagesstätten etwas ganz Normales seien. Sie sind (nicht nur) ein Erbe der DDR, das die BRD nun neben anderen Errungenschaften des real existierenden Sozialismus auch nicht mehr missen will. Mutter und Vater sollen in die Produktion, für die Kinder sorgt der Staat mit seinen ausgebildeten Fachkräften. Nebeneffekt: der schädliche Einfluss des bürgerlichen, überkommenden Familienmodells wird so auch ausgeschaltet.

Seit der sogenannt französischen Revolution wird hartnäckig, verbissen und hinterhältig an der Zerstörung der Familie gearbeitet. Dazu gehört die Wort- und Begriffswahl: Familie sei, wer zusammenlebe, wer „Verantwortung“ (auch auf Zeit) füreinander übernehme. Die Frage, ob ich dann mit einem Kanarienvogel eine Familie gründen kann, drängt sich bei solch wackeliger Definition auf. Im Übrigen sind ja z.B. in Spanien bereits Bestrebungen im Gange, Affen Menschenrechte zuzugestehen. Warum auch nicht?

Den Begriff „Gender Mainstreaming“ mag man schon nicht mehr hören. Man ist der Argumentation gegen diese vollkommen unsinnige Vorstellung einfach müde. Und doch: sie lebt, sie wird immer mehr, Stück für Stück einfach umgesetzt, so lange, bis das damit Gewollte erreicht ist. Warum sollen Väter nicht zu Hause bleiben und ein Babyjahr nehmen? Warum sollen sie sich nicht um die Kleinsten kümmern? Dass die Antwort lautet: „Weil die Mutter das viel besser kann: weil sie von ihren natürlichen Anlagen her dazu prädestiniert ist, weil ihr Kontakt mit dem Kind von allem Anfang an unendlich viel enger ist, weil Väter sich ihr väterliches Verhältnis zum Kind erst im Laufe der Zeit erwerben, weil nicht das (wie gewisse sozialistische Kreise das nennen) „Gebärerlebnis“ zur Mutter macht, sondern alles das, was Väter eben nicht so können“ - dass die Antwort so lautet, das wird ein sozialistischer Menschenversuchs-Leiter niemals zugeben. Mensch und Natur haben so zu werden, wie der Sozialist sie haben will. Ansonsten muss man sie zu ihrem Glück zwingen. Wie schon in der sogenannt französischen Revolution.

Und der Tagesvater? Einen Moment noch. Zunächst: ja, der Staat muss helfend eingreifen, wenn eine Einheit der Gesellschaft (hier: die Familie) nicht mehr ohne Hilfe sein kann. Das heißt: es muss möglich sein, dass eine Familie mit einem Einkommen gut überleben kann, wenn sie keine unvernünftigen Luxus-Ansprüche stellt. Wenn das zu erzielende Einkommen nicht hoch genug sein kann, muss also der Staat z.B. durch ein Betreuungsgeld (ja!!) Unterstützung geben, das ist seine Pflicht. Mit einem nicht genutzten Museumsbesuch hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Hier greift das aus der katholischen Soziallehre kommende Subsidiaritätsprinzip: die höhere Stelle greift (nur dann!!) ein, wenn etwas von einer niedrigeren Einheit nicht geschafft werden kann.

Nun ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder, die zumindest in den ersten drei Jahren bei und mit der von ihnen so dringend wie unbedingt gebrauchten Mutter aufwachsen, physisch und vor allem psychisch gesundere Erwachsene werden. Hier würde, utilitaristisch gesprochen, der Staat Unsummen sparen, weil keine Krankenbetreuung zu finanzieren wäre!

Wenn das nicht möglich ist, gibt es Alternativen. Tagesmütter können eine solche sein, und in erheblich geringerem Maße auch Kindertagesstätten. Es darf aber keine Illusionen geben: nichts und niemand, auch nicht die engagierteste und liebste Erzieherin, ersetzt die fürsorgliche, aufopferungsvolle Liebe einer Mutter. Nichts pflegt, nichts heilt, nichts stärkt so gut wie die Liebe der Mutter. Alle anderen Lösungen sind nur Notlösungen für extreme Notfälle. Nicht mehr als das.

Und nun der Tagesvater. Roland heißt er, ist einer von fünfzehn seiner Art in NRW, und er wird vom WDR vorgestellt. Er spricht ganz lieb mit den Kindern. Und er sagt, dass sein Job auch dazu da sei, bei den Kindern schon ganz früh ein geschlechtliches Rollenverhalten zu vermeiden, sie erst gar nicht darauf kommen zu lassen.

Somit ist Roland also auch einer von jenen, die gegen das sind, was man normalerweise als im Menschen natürlicherweise angelegt sieht und das durch die Jahrtausende nicht nur in unserer Zivilisation, sondern in praktisch allen Kulturen ganz ordentlich geklappt hat. Wir unterstellen ihm, dass er an das glaubt, was er da sagt und tut. Einen neuen Menschen wollen sie schaffen, die „Gender-Mainstreamer“. Und genau deshalb sollten wir ihnen unsere Kinder nicht anvertrauen. Es ist ein Menschenversuch, ein Experiment am lebenden Menschen, in der Art jener hässlichen Menschenversuche, die in den Kreisen der damaligen 68er üblich waren und völlig deformierte Charaktere hervorgebracht haben.

Dass wir gegen die staatlich gewollte und geförderte Propaganda keine Chance haben, ist klar. Das soll und darf uns aber nicht hindern, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen. Viel mehr noch: wir sind aufgerufen, in einem glückliches Zusammenleben in starken Familiengemeinschaften Schwierigkeiten (auch die Schwierigkeiten miteinander) gemeinsam durchzustehen und das Glück eines solchen Lebens als kräftigstes Argument zu leben.

Sozialistische Ideologien werden immer durch die Realität entlarvt und widerlegt. Und die Realität: das sind wir.

JV

 

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