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Griechenland: Euro-Rettung um jeden Preis PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. Juni 2012 um 08:55 Uhr

Selbst Schäuble hat inzwischen öffentlich festgestellt, dass sich Griechenland an die mehrfach aufgeweichten Auflagen für immer weitere Kredite nicht hält. Keine einzige der Zusagen Griechenlands wurde vollständig erfüllt und so braucht das Land immer weitere Gelder von europäischen Steuerzahlern, vor allem aus Deutschland. Trotzdem lehnt die Eurogruppe den Austritt Athens aus dem Euro strikt ab und kann so durch Griechenland weiter erpresst werden.

 

 

Die griechischen Parteien haben dies inzwischen gut verstanden. Deshalb reden selbst die radikalen Linken nicht mehr von einem Austritt aus dem Euro, sondern wollen weiter die Kriterien für „Rettungskredite“ aufweichen.

 

Keine der Parteien, auch nicht die „staatstragenden“ Sozialisten und die Nea-Democratica wollen sich noch ernsthaft an die Auflagen halten; sie wollen nur das Geld aus der EU bei gleichzeitiger Beschimpfung der Geberländer, dass diese dafür „unverschämterweise“ auch noch eine Gegenleistung erwarten. Dies wird im gegenwärtigen Wahlkampf deutlich, der am Sonntag mit der Wahl des neuen Parlaments endet.

 

„Die zielführende politische Strategie jeder griechischen Partei gegenüber den internationalen Geldgebern ist daher die der bisherigen Regierungen: verhandeln, lavieren, verzögern, täuschen – und möglichst im Euro bleiben“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe in einem Kommentar im Wirtschaftsteil.

 

Erst im Februar wurden die Zielvorgaben für Griechenland erneut aufgeweicht. Es hat nichts geholfen, denn schon jetzt ist klar, dass Griechenland auch diese nicht einhalten will und kann.

 

Gleichwohl halten alle Ideologen der Eurogruppe ohne Wenn und Aber daran fest, dass Griechenland auf keinen Fall den Euro verlassen darf, koste es was er wolle. Weil dies Griechen dies mittlerweile verstanden haben, werden sie sich über viele Jahre weiterhin von den anderen Eurostaaten, von denen bereits drei andere ebenfalls vom Rettungsfonds am Leben gehalten werden müssen, aushalten lassen. Für Staaten wie Irland, die bisher brav alle Auflagen erfüllen, wird dies ein großer Anreiz sein, ebenfalls ihre Auflagen aufzuweichen und den Forderungen der Eurogruppe nicht weiter nachzukommen.

 

So zeigt sich erneut wohin eine auf totalen Realitätsverlust basierende Ideologie führt: zum Zusammenbruch der gesamten europäischen Staaten und einer Einigung Europas auf rationalen Grundlagen. Die Strategie der Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone ist nun ganz offensichtlich gescheitert. Die Ideologen der Eurogruppe lassen sich davon nicht beeindrucken.

 

Die Völker Europas sind mit überragender Mehrheit gegen diese Vergemeinschaftung von Schulden. Sie haben keinerlei Einfluss darauf, wofür ihre Steuergelder verwendet werden. Dies wird zu immer größeren Konflikten in der EU und zuletzt zum Auseinanderfallen Europas führen.

 

Nur ein Europa auf der Grundlage des Subsidiaritätsprinzips kann ein gesundes und für alle Völker zufriedenstellendes Europa werden. Die jetzt verfolgte Strategie der Durchsetzung eines zentralistischen europäischen Einheitsstaates gegen den Willen der Völker wird scheitert. Dies ist sicher!

 

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