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Die wahren Freunde des Euro PDF Drucken E-Mail
Montag, den 02. Juli 2012 um 09:25 Uhr

Warum setzt sich die Eurorettungspolitik in Deutschland durch, obwohl sie eindeutig zum Schaden des deutschen Volkes und der mittelständischen deutschen Wirtschaft, die 70 Prozent aller Arbeitsplätze stellt, geschieht? Weil sie sehr einflussreiche Freunde hat. Dies sind vor allem die Banken und die Großkonzerne. Hier erfahren Sie die Zusammenhänge.

 

Alle 30 führenden Unternehmen im Deutschen Aktienindex DAX sind begeisterte Anhänger des Euro und verteidigen diesen „auf Teufel komm raus“ gegen jeden Angriff. Doch diese Verteidigung des Euro hat nichts anderes im Sinn als die Gewinnmaximierung und somit Eigeninteresse.

 

Diese Großkonzerne befinden sich nämlich nicht mehr in deutscher Hand. Sie gehören seit langem mehrheitlich ausländischen Besitzern. 54 Prozent der Aktien der führenden 30 DAX-Konzerne haben ausländische Eigentümer. Ob VW, Daimler oder Telekom, alle diese Unternehmen sind mehrheitlich im Besitz nicht-deutscher Anteilseigner. Diese müssen natürlich die Kosten der Eurorettung nicht bezahlen, zumal diese Konzerne ihre Gewinne dort versteuern, wo es am billigsten ist und dies ist nicht Deutschland.

 

Deutsche Unternehmen des Mittelstandes hingegen sind klar und deutlich gegen die Eurorettung. Der Verband deutscher Familienunternehmer hat sich immer wieder entschieden gegen die Rettungspolitik ausgesprochen, weil diese der mittelständischen Wirtschaft schwer schadet. Allerdings findet der deutsche Mittelstand in der deutschen Politik kaum Gehör. Die Politiker sind zu Dienstleistern der Großkonzerne und Banken geworden und keine Volksvertreter mehr.

 

Deutsche Großkonzerne haben ausländische Eigentümer und werden von angestellten Managern geleitet und diese sind besonders an der Stabilisierung ihrer Absatzmärkte in Südeuropa interessiert. Deshalb unterstützen sie die Rettungspolitik für südeuropäische Pleitestaaten, damit sie mit den Rettungsgeldern auch weiterhin Produkte dieser Großkonzerne kaufen können.

 

Und dies geht so: Die EZB finanziert den Pleitestaaten günstige Kredite, mit denen sie wieder Produkte kaufen können. Die Konzerne exportieren nach Südeuropa und werden mit dem Geld aus Krediten, die vor allem durch die Steuern der nordeuropäischen Länder gedeckt sind, bezahlt. Die Notenbanken der Pleitestaaten können ihren Banken und damit deren Kunden unbegrenzt Geld leihen, das durch die Notenpresse der EZB gedruckt wird. Dadurch können diese Länder weiter deutsche Produkte importieren, die sie sich unter normalen Bedingungen schon lange nicht mehr leisten könnten. Der Mittelstand profitiert davon nur sehr gering.

 

Wie die vereinigten Linken wirklich arbeiten und welche Interessen sie vertreten wird durch ihre Politik der Eurorettung und des Gewäschs über die „Solidarität in Europa“ so besonders deutlich.

 

Volker Grossmann, Professor für Makroökonomie an der Universität Fribourg in der Schweiz drückt dies sehr treffend aus wenn er sagt, dass die Eurorettung nicht etwa eine Politik der Solidarität Deutschlands mit wirtschaftlich schwachen Ländern sei, sondern zu einer Umverteilung innerhalb der Geberländer führe: Von den einfachen Arbeitern und Angestellten und der mittelständischen Wirtschaft zu den exportorientierten Unternehmen und den Banken. „Dass selbst linke Volksvertreter eine Umverteilung zugunsten heimischer Exporteure und Banken unterstützen, während die breite Bevölkerung schon heute als Verlierer feststeht, ist geradezu eine Ironie“.

 

Zu diesen „Volksvertretern“ die in Wirklichkeit Vertreter der Großindustrie und der Banken sind, gehören besonders die Abgeordneten der SPD und der Grünen. Sie reden vom einfachen Mann, den sie vertreten wollen und tun das Gegenteil. Gerade damit können sie den Großkonzernen und Banken besonders gute Dienste erweisen.

 

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