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„Geburtsfehler Maastricht“: Sarrazin heute in der FAZ PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 17. Juli 2012 um 09:06 Uhr

Die heutige Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung enthält im Feuilleton einen wirklich lesenswerten ganzseitigen Beitrag des ehemaligen Berliner Finanzsenators und Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin. Man kann sicher der Meinung sein, Sarrazin sei kein Spezialist für die Einwanderungsproblematik, auf die sich sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ bezieht. Dieser Vorwurf ist ihm allerdings nicht hinsichtlich der Finanzpolitik und des Euro zu machen, denn dies ist sein Spezialgebiet.

 

 

 

Sarrazins sehr sachlicher und klarer Beitrag in der FAZ unterscheidet sich von anderen Beiträgen zu diesem Thema deutlich. Er zeigt ganz deutlich bereits die Fehler des Maastricht-Vertrages auf, der die Grundlage für die Euroeinführung ist.

 

Zudem widerlegt er die wichtigsten Argumente die von den im Bundestags vertretenen deutschen Blockparteien stets wiederholt werden.

 

Die Alternativen werden in der Überschrift bereits formuliert: „Europa funktioniert nicht als Währungsunion. Deshalb sollte Deutschland aus dem Maastrichter Vertrag die Konsequenzen ziehen: Entweder wir schaffen den Euro ab, oder wir leisten Finanztransfers nur noch in einem europäischen Bundesstaat“.

 

Wie es um diese Alternativen steht, schreibt Sarrazin zum Schluss seines Beitrags: „Vor die Wahl gestellt, entweder die nationale Souveränität oder den Euro aufzugeben, würde Frankreich sich ohne Zögern für das letztere entscheiden. Das große Versagen der deutschen Politik besteht darin, diese Alternative nicht auf den Punkt zu bringen. Frankreich und die anderen Südländer haben nach wie vor die begründete Hoffnung, den Kuchen essen und behalten zu können, und so verhalten sie sich auch.

 

Ein europäischer Bundesstaat könnte eine stabile Zukunft haben, eine Europäische Union ohne gemeinsame Währung hätte sie ganz sicherlich. Eine Schulden- und Haftungsgemeinschaft souveräner Staaten auf deutsche Kosten hat sie dagegen ganz sicher nicht.“

 

Der Beitrag ist auf der Website der FAZ nur teilweise zu lesen

 

Wer einen kurzen Überblick über die komplexen Zusammenhänge gewinnen möchte ohne das neue Buch Sarrazins „Europa braucht den Euro nicht. Wie uns politisches Wunschdenken in die Krise geführt hat“ dem seí die heutige FAZ empfohlen.

 

Sarrazin ist Sozialdemokrat und aus dieser Position heraus schreibt er. Er ist kein Vertreter einer Naturrechtspolitik und schon gar nicht der katholischen Soziallehre. Doch wo er Recht hat, dort hat er Recht.

 

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