Civitas Institut

Die hl. Messe als Gnadenquelle für christliche Eheleute PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 18. Juli 2012 um 13:27 Uhr

Man vergisst gar zu oft, dass das Ehesakrament seine Bedeutung und seinen Sinngehalt aus dem Sakrament des Kreuzes empfängt. Gott wollte die Frau erschaffen, während Adam schlief, indem er aus seiner Seite nahm, was für die Erschaffung der Frau notwendig war (...)

 

 

Als unser Herr sein Haupt neigte und verschied, wurde sein Herz durchstoßen und aus seinem Herzen ist die mystische Braut, die Kirche, geboren worden. Was für ein wunderbarer Vergleich!

 

Das Hervorgehen der Frau aus der Seite Adams ist das Symbol für die Geburt der Kirche aus der Seite unseres Herrn, der von der Lanze durchbohrt wurde. Und das ist auch das Symbol für die Ehe.

 

Die Gnade der Ehe ist eine Gnade, die aus dem Herzen unseres Herrn Jesus Christus hervorgeht und die durch sein Opfer symbolisiert wird. So ist die Ehe auf eine ganz besondere Weise mit dem Opfer von Kalvaria verbunden.

 

Deshalb hat die Kirche immer gewollt, dass das Ehesakrament während des Messopfers gespendet werde. Das alles hat eine denkwürdige, außergewöhnliche Bedeutung und muss jene ermutigen, die sich ehelich gebunden haben und sich Schwierigkeiten und Prüfungen ausgesetzt sehen.

 

Die Fruchtbarkeit der ‚Ehe‘ zwischen unserem Herrn und seiner Kirche kommt durch die Passion zustande, durch sein Blut, das geflossen ist, um christliche Familien entstehen zu lassen. Und genau diese Bedeutung der Passion ist es, die auf das Sakrament der Ehe angewendet wird.

 

Infolgedessen kann man mit vollem Recht sagen, dass die Eheleute, die häufig an der Erneuerung des Kreuzesopfers und damit an der Erneuerung der Vermählung unseres Herrn mit seiner Kirche teilnehmen, die Gnade ihrer Ehe neu aufleben lassen und jene besondere Gnade vermehren, die sie benötigen, um als wahre Christen würdig erfüllen zu können, was von ihnen in der Ehe verlangt wird. Sie müssen an der heiligen Messe teilnehmen. Die heilige Messe ist in der Tat das tragende Fundament der christlichen Familie. Die Kirche hat es so gewollt.

 

So wie diese Verbindung zwischen unserem Herrn Jesus Christus und seiner mystischen Braut zahllose Kinder hervorgebracht hat und ungemein fruchtbar gewesen ist, so müssen auch die Eheleute sich lieben und notfalls ihr Leben füreinander hingeben, um sowohl das natürliche als auch das übernatürliche Leben weiterzugeben (...)

 

Das ist das Zeichen für die Gnade der Ehe. Wenn daher die Eheleute an der Messe teilnehmen, wird ihre sakramentale Ehegnade erneuert, sie lebt auf durch das Beispiel von Kalvaria, durch die Eucharistie, die sie empfangen, durch dieses Opferlamm, das sie aufgenommen haben. Sie müssen sich lieben und sich füreinander – wenn nötig bis zum Blutvergießen – aufopfern, um den Himmel mit auserwählten Seelen zu füllen. Das ist die Ehe. Wir dürfen das nicht vergessen. Somit findet sich alles in der heiligen Eucharistie, im Blut unseres Herrn Jesus Christus.

 

Die Ehe ist die Basis der christlichen Familie und künftiger Berufungen, von Kindern, die sich Gott weihen werden. Das ist in der Tat der Ursprung der Kirche. Die Heiligung der Familie durch das Kreuz, durch das heilige Messopfer ist sehr wichtig. Darauf gehen die familiären Tugenden zurück.

 

Da die Gesellschaft nichts anderes ist als der Zusammenschluss von Familien, ist die Gesellschaft dann heilig, wenn die Familien sich heiligen. Somit ist die Quelle der christlichen Kultur das heilige Messopfer. Die katholischen Gesellschaften, die früher bestanden haben, sind um den Altar errichtet worden.

 

Aus: Marcel Lefebvre: Das Opfer unserer Altäre, Sarto Verlag 2012

 

 

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