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Kein Referendum über Ehebegriff: Angst vor der Mehrheit PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 13:55 Uhr

Die schottische Regierung hat einem Referendum über die geplante Ausweitung des Ehebegriffs auf homosexuelle Paare eine Absage erteilt, weil sie befürchtet, dass die Mehrheit der Stimmberechtigten einen solchen Willkürakt, der homosexuelle Beziehungen als Ehen definieren will, ablehnt. Ein Regierungssprecher erklärte, es handle sich bei dieser Angelegenheit um eine Frage des „Gewissens und nicht der Verfassung“.

 

 

 

Den Angaben zufolge soll bis Ende des Monats darüber entschieden werden, ob es einen Gesetzentwurf zur Neudefinition des Ehebegriffs geben werde. Zunächst werde sich ein Ausschuss mit den Einzelheiten eines solchen Entwurfs befassen, heißt es. Vertreter von Homosexuellen-Initiativen begrüßten die Entscheidung, da sie befürchteten, dass ihr unsinniges Anliegen abgelehnt würde.

 

Im Gegensatz zu der Homolobby und der Regierung hatte sich der schottische Kardinal Keith O'Brien am Montag für ein Referendum über die geplante Ausweitung des Ehebegriffs ausgesprochen. Die Menschen hätten ein Interesse an „fundamentalen moralischen Fragen“, erklärte der Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh. Die Verantwortlichen sollten „auf das schottische Volk vertrauen und Schottland entscheiden lassen“.

 

Gegner der Regierungspläne warnen laut Medienberichten vor den Folgen einer gesetzlichen Neudefinition der Ehe. Ein von der Initiative „Scotland for Marriage“ in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten verweist auf die dadurch entstehende Möglichkeit, rechtlich gegen Geistliche vorzugehen, die sich weigerten, homosexuelle Paare zu trauen.

 

Laut der schottischen Zeitung „The Herald“ erwägt die schottische Regierung gemeinsam mit der britischen Regierung eine Änderung des Gleichstellungsgesetzes aus dem Jahr 2010, das die „Diskriminierung“ aufgrund „sexueller Orientierung“ verbietet, um sicherzustellen, dass niemand gegen seinen Willen zur Durchführung von Trauungen gezwungen werden könne.

 

Das unbegreifliche an dieser ganzen Diskussion ist die Vorstellung, man könne etwas per Gesetzbeschluss neu definieren. Was ein Fisch ist oder ein Wolf steht fest, denn jedes Ding im Universum hat ein Wesen, das nicht durch eine Definition erfunden wird, sondern definiert werden kann, wenn man den Sachverhalt untersucht. Wer glaubt, man könne die Ehe beliebig definieren, je nach den Wünschen bestimmter Grüppchen, der müsste dann auch der Auffassung sein, man könne das, was ein Fisch oder ein Wolf ist, frei erfinden, ohne jeden Bezug zur Wirklichkeit.

 

Daher zeigt allein ein derartiges Bestreben zur Neudefinition der Ehe noch deutlicher als die Homosexualität, wie krank die europäischen Gesellschaften sind.

 

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