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Hollande will Vergemeinschaftung der Schulden in der EU PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 29. August 2012 um 09:58 Uhr

Der linksradikale französische Präsident hat die bisherige Zurückhaltung hinsichtlich einer Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone aufgegeben und s ich direkt dafür ausgesprochen, dass Länder wie Deutschland die Schulden Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals und natürlich Frankreichs bezahlen. Sozialisten und Kommunisten nennen das bekanntlich „Solidarität“.

 

 

Bei einer Rede vor der französischen Botschafterkonferenz hat der neue Präsident Frankreichs die bisher geübte Zurückhaltung in Bezug zur sogenannten „Vergemeinschaftung“ der Schulden in der Eurozone aufgegeben und statt von Eurobonds zur Rettung des Euro direkt von einer Vergemeinschaftung der Schulden gesprochen.

 

Er warnte davor, dass man die Debatte um die Eurorettung auf kleinliche „buchhalterischen Rechnungen“ reduziert. Es geht auch bloß um eine Billionen Euro. Schließlich, so Hollande, ist „der Euro (...) irreversibel, denn es handelt sich um ein grundsätzliches Engagement“, womit er eine fundamentale Ideologie meint, nämlich um die Vereinigten Staaten von Europa mit Frankreich als Führungsmacht und Deutschland als Zahlmeister.

 

Der linksradikale Schuldenmacher, der über das Geld fremder Länder verfügen möchte, sagte: „Letztlich denke ich, dass die Haushaltsunion zu einer Vergemeinschaftung der Schulden führen sollte, zu den besten Bedingungen für alle [„alle“ meint hier natürlich im besonderen Frankreich], um die existierenden Schuldenbestände zu regeln, aber auch, um in Zukunft Schulden aufzunehmen.“

 

Wie schon in den vergangenen Jahren wird Hollande sich auch gegen Angela Merkel durchsetzen, die eine Vergemeinschaftung der Schulden (noch) ablehnt, zumal er alle hochverschuldeten südeuropäischen Länder auf seiner Seite hat, die gerne an das deutsche Geld möchten.

 

„Solidarität“ – ein Lieblingswort der vereinigten Linken aller Länder – setzt Subsidiarität voraus. Erst wenn eine Gemeinschaft, hier ein Staat, alles getan hat, was in seinen Kräften liegt, um die Probleme des Landes zu lösen und dabei an ein Ende gekommen ist, bei dem es sich selbst nicht mehr helfen kann, ist die Hilfe anderer Staaten angesagt, wohlgemerkt freiwillig. Doch Frankreich und die anderen Schuldenstaaten der Eurozone haben noch nicht einmal angefangen, ihre Probleme zu lösen.

 

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