Civitas Institut

Familienfeindlichkeit kurz vor Weihnachten PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 18. Dezember 2012 um 11:25 Uhr

Pünktlich zu Weihnachten melden sich die Gegner der traditionellen Familie wieder einmal zu Wort. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung bringt wieder Zahlen heraus, die eigentlich nicht neu sind, aber als neu verkauft werden, um Familien und Mütter zu diskriminieren. So heißt es, dass berufstätige Mütter geächtet würden, es wird aber nicht gesagt, vom wem. Der Journalist Jürgen Liminski schreibt dazu: „Journalisten können es nicht sein, die ächten allenfalls Hausfrauen und Mütter. Politiker auch nicht, die beziehen ihr Familienbild und ihre Vorurteile fast alle aus den Medien. Und Funktionäre wie der Direktor des Bundesinstituts erst recht nicht, die leben ja von solchen Meldungen und den Subventionen der Politik. Das ist der selbstreferentielle Kreislauf der Familienfeindlichkeit.

 

 

 

In der „neuen“ Studie, die derzeit über alle Medien verbreitet wird, heißt es, das Mutterbild sei schuld an der niedrigen Geburtenrate in Deutschland, die zu den niedrigsten in der Welt gehört.

 

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit einer Geburtenziffer von 1,39 Kindern pro Frau auf dem elftniedrigsten Platz. Das Schlusslicht bildet Lettland mit einer Quote von 1,17 Kindern pro Frau. Island führt dagegen die Statistik mit 2,20 Kindern an. Gefolgt von Irland (2,07), der zu Europa gezählten Türkei (2,04) und Frankreich (2,01).

 

Auffallend sei auch die hohe Kinderlosigkeit. So blieben im alten Bundesgebiet beispielsweise 25 Prozent der Frauen des Geburtsjahrgangs 1967 ohne Kinder. Dies sei im internationalen Vergleich ein „außenordentlich hoher Wert“. Unter Akademikerinnen liege die Kinderlosigkeit mit 30 Prozent sogar noch etwas höher.

 

Auch beim Kinderwunsch gehört Deutschland mit 1,7 gewünschten Kindern zu den Schlusslichtern. In Europa gebe es neben Deutschland derzeit nur sechs weitere Länder, in denen die gewünschte Kinderzahl unter zwei liege.

 

Und dann wird, wie zu erwarten, der Grund für diese Zahlen in der mangelnden Vereinbarkeit von Beruf und Familie gesehen. In den USA, wo es praktisch keine „Familienpolitik“ gibt, aber eine positive Haltung zur Familie und zu vielen Kindern, liegt die Geburtenrate höher als in fast allen europäischen Ländern. Doch jetzt hat man auch noch eine weitere „Erklärung“ zur Hand: Frauen fühlen sich durch das klassische Familienbild unter Druck gesetzt:

 

Besonders in Westdeutschland spiele das angeblich stark präsente Leitbild der „guten Mutter“ eine Rolle. Dort herrsche die Ansicht, dass Kinder bis zum dritten Lebensjahr nicht in Kindertagesstätten gehörten, sondern von der Mutter betreut werden sollten. Entschieden sich Frauen gegen diesen Weg, würden sie schnell als „Rabenmütter“ gelten. Dies begünstige die Entscheidung gegen Kinder.

 

Derartige Behauptungen als Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zu verkaufen, ist schon eine echte Unverschämtheit.

 

Liminski schreibt zu der Studie: „Sofort ist auch wieder die mythische Zahl von 180 Milliarden Euro zur Hand, die Familien von Vater Staat erhielten. Und die alte Leier, dieses Geld in den Ausbau von Krippen zu stecken. Sonst gäbe es immer weniger Kinder.

Diese Lügen sind schwer zu ertragen. Warum sagen die Gegner von Familie nicht einfach: Ihr stört. Ihr Familien mit Kindern stört. Das tun einige Leute in Hamburg, die dort gegen eine Kita klagen, weil ihnen die Kinder zu laut sind, und fast könnten wir ihnen dankbar sein für ihre Ehrlichkeit – wenn diese nicht schon Teil der alltäglichen „strukturellen Rücksichtslosigkeit“, wie (Franz Xaver Kaufmann) wäre, mit der es Familien in diesem Land zu tun haben.“

 

 

 

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