Civitas Institut

Klimaschutz: NRW schränkt Grillen ein PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 01. April 2014 um 07:21 Uhr

Nachdem gestern die BRD-Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) einen jahrealten Vorschlag ihres Parteigenossen Thilo Sarrazin (SPD, damals Finanzsenator der BRD-Hauptstadt) wieder aufgegriffen hat und nicht nur Hartz-4-Empfängern, sondern gleich allen Menschen in Deutschland empfiehlt, weniger zu heizen und sich stattdessen einen Pullover mehr überzuziehen, hat auch das NRW-Umweltministerium nachgezogen und privates wie öffentliches Grillen aus Gründen des Klimaschutzes erheblich eingeschränkt.

Wie aus dem Umweltministerium des Landes verlautet, soll öffentliches und privates Grillen von Fleisch und Fleischprodukten auf Wärmequellen, welche nicht erneuerbare Energien (z.B. Gas) verbrauchen, gänzlich verboten werden. Aber auch die Nutzung von Hitzequellen aus erneuerbaren Energieträgern wie z.B. Holzkohle, Grillbriketts und Öko-Strom soll stark eingeschränkt werden. Transportable Energieträger („TrEnträ“) sollen laut der Verordnung nur in begrenzten Mengen zugeteilt werden. Hierfür sind Bezugsscheine vorgesehen, die in den örtlichen Büros der Grünen/Bündnis 90 sowie der Linken, der Gewerkschaften, der Kirchen, der Caritas und der SPD gegen Vorlage eines Berechtigungsscheines nach § 312 Abs. b und c des Sozialgesetzbuches ausgegeben werden. Der Bezug von TrEnträ soll durch einen rot-grünen Stempel der ausgebenden Bezugsstelle auf die rechte Hand des Bezugsberechtigten sowie durch einen braunen Abdruck des rechten Daumens des Bezugsberechtigten auf dem Bezugsschein dokumentiert werden; die Berechtigung soll personengebunden und nicht übertragbar sein.

Es wird angestrebt, das Grillen auf einen Vorfall pro Jahr und Familie (Familie ist hier selbstverständlich nicht auf Mutter / Vater / Kind(er) beschränkt) zu begrenzen.

Begründet wird das Vorgehen gegen wildes Grillen mit dem Klimaschutz. Wie das NRW-Umweltministerium mitteilt, werde zur Herstellung eines Grillwürstchens die zweiundzwanzig komma dreifache Menge an Getreide verbraucht; ähnlich verhalte es sich mit der Herstellung von Grillsteaks. Dazu kämen noch etliche hundert Liter wertvollen Trinkwassers und die Methanbelastung des Klimas durch die Abgase der Rindviecher. - Lediglich der Verzehr von umbenannten Hühnerflügeln ("chicken-wings") und Bauchlappen („Grill-Fackeln“) sei unbedenklich, ja sogar erwünscht, weil man diese noch vor wenigen Jahren als Abfall entsorgt habe und sie nun stattdessen einer Aktion gegen den Hunger in der Welt zuführen könne.

Abgesehen von der Hitzeentwicklung der Grillgeräte als solcher sei auch der Transport des „Grillgutes“ sowie der TrEnträ mit von Verbrennungsmotoren angetriebenen Fahrzeugen über landschaftsfressende Autobahnen und Straßen im Zeichen der Klimaerwärmung nicht mehr vertretbar, heißt es aus Kreisen der Church of Global Warming. Des weiteren sei auch die Rauchbelastung ein erheblicher Faktor der Umweltverschmutzung, ebenso die Belästigung vor allem älterer Mitbürger*-Innen durch den entstehenden Geruch.

Wie Fatma Akbaba-Özcan, die Sprecherin des Umweltministeriums, mitteilt, gilt für die neue Verordnung eine Ausnahme für Bevölkerungsgruppen, bei denen das Grillen von Hammeln, Kaninchen und Igeln zur Folklore oder zur religiösen Praxis gehört. Hier sei der Minderheitenschutz bzw. die Religionsfreiheit, so Frau Akbaba-Özcan, ein vorrangiges Verfassungsgut.

Mit gleicher Verordnung wird der frühere „Freitag“ in Veggie-Day umbenannt.

JV

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 99 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!