Civitas Institut

Kardinal Kasper antwortet auf Kritik an seinem Vortrag PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 17. April 2014 um 07:59 Uhr

Nachdem es weltweite Kritik unter glaubenstreuen, konservativen und traditionsverbundenen Katholiken am Vortrag zur Pastoral an Geschiedenen „Wiederverheirateten“ von Walter Kardinal Kasper gegeben hat, antwortet der Kardinal am 16.04.2014 mit einem halbseitigen Leserbrief in der „Tagespost“ auf einige dieser Kritiken.

Die entscheidende Passage aus dem Leserbrief bezieht sich auf seinen Vorschlag, Geschiedene „Wiederverheiratete“ zum Sakrament der Buße zuzulassen. Der Kurienkardinal schreibt im Leserbrief:

„Der entscheidende Satz dazu lautet im Vortrag: „Die Buße und das Sakrament der Buße sind der Weg, um beide Aspekte zu verbinden: die Verpflichtung auf das Wort des Herrn und die nie endende Barmherzigkeit Gottes“ (S. 65). Es stellt sich die Frage, auf welche die Kritiker bisher nicht geantwortet haben: Darf man in einer solchen Situation, in der der Pönitent ehrlich bereut und den guten Willen bezeugt, nach besten Kräften aus dem Glauben zu leben, die Absolution verweigern? Ist es bei Gott denkbar, dass jemand in ein Loch fällt, aus dem es keinerlei Ausweg gibt? Wenn das bei Gott unmöglich ist, warum dann nicht auch in der Kirche…?“

Diese Sätze des Kardinals klammern offensichtlich bewusst genau den entscheidenden Punkt der ganzen Diskussion aus. Selbstverständlich hat die Kirche nie einem Menschen, der „ehrlich bereut und den guten Willen bezeugt, nach besten Kräften aus dem Glauben zu leben“ die Absolution verweigert. Doch die Frage hier ist die, was es bedeutet, dass der Pönitent ehrlich bereut? Zur aufrichtigen Reue und Umkehr gehört es, dass er sich von der Sünde trennt und den festen Vorsatz fasst, die Sünde nie mehr zu wiederholen, was freilich ohne den Beistand und die Gnade Gottes nicht möglich ist.

Dies bedeutet aber mit Bezug auf die Geschiedenen „Wiederverheirateten“, dass die Partner sich dazu entschließen, wie Geschwister zusammenzuleben und die ehelichen Akte künftig zu unterlassen. Genau dies aber ist das, was die Kirche seit Jahrhunderten den Menschen, die in einer solchen Situation leben, empfiehlt. Kardinal Kasper möchte allerdings dieses klare und sichtbare Zeichen der Reue und Umkehr streichen und darauf beruht ein wesentlicher Teil der Kritik an seinem Vortrag, worauf er aber in seinem Leserbrief an keiner Stelle eingeht.

 

 

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