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Kardinal: gesellschaftliche Revolution gegen das Christentum PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 07. August 2008 um 02:00 Uhr

cardcanizares2.jpgBei der Eröffnung einer Sommerakademie über Modernisierung in Madrid hat Kardinal Antonio Canizares (Toledo) deutlich die Existenz einer gesellschaftlichen Umwälzung in Spanien und der westlichen Welt angesprochen, deren Ziel die Unterminierung der christlichen Wurzeln des Westens ist.

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Während seiner Ausführungen sprach er über die Existenz eines sich als Erneuerungsbewegung  präsentierenden Planes in Spanien, dessen tatsächliches Ziel die Veränderung der gesellschaftlichen und kulturellen Wirklichkeit und somit der Identität Spaniens sei.

"Ziel ist die Schaffung einer säkularen Gesellschaft ohne jeden religiösen Bezug", so der Kardinal. "Ziel ist die Durchsetzung nihilistischen Denkens und die Eliminierung alles Katholischen aus dem öffentlichen Leben."

Dieser Plan existiert in ganz Europa, laut Kardinal Canizares "wird er in Spanien jedoch besonders intensiv verfolgt", hier werde er propagiert "von starken und manchmal dunklen Kräften, und zwar in der Schule wie auch in den Medien."

Die katholische Kirche sei Ziel der an diesen Plänen interessierten Kreise, weil sie in ihr und in der Familie das Haupthindernis auf dem Wege der Durchsetzung ihrer Pläne sehen. "So wird denn die Kirche als Feind der Demokratie und Erneuerung dargestellt; sie stelle sich der Wissenschaft und dem Fortschritt ebenso in den Weg wie der Freiheit, sie sei Feind des Strebens nach Glück und bewirke Spaltung, Konfrontation und Gewalt ... Religion müsse also gänzlich in den privaten Bereich zurückgedrängt werden", konstatierte der Kardinal.

"Das Hauptereignis unserer Zeit ist, daß Gott verdrängt wird", fuhr er fort. "Nichts anderes ist in seiner Radikalität und in seinen sehr ernsten Konsequenzen vergleichbar".

Ein wesentliches Mittel bei der Schaffung dieser neuen Gesellschaft, erklärte der Kardinal, sei der Relativismus, denn "wenn nichts mehr definitiv festgelegt ist, dann stellt sich die Gesellschaft immer wieder selbst in ihren zentralen Punkten in Frage.Dann gibt es kein Recht mehr, sondern nur noch Rechte, deren Einschränkung oder Erweiterung im Belieben dessen steht, der gerade die Macht innehat. Hinter all diesem steckt das Konzept des Menschen, der vom Willen Gottes unabhängig ist. Gott, Gottes  Wille gilt nichts mehr."

 

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