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Kinder werden umgebracht, Affen bekommen Rechte PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 08. August 2008 um 08:51 Uhr
affen.jpegDie Verrücktheiten der spanischen Sozialisten gehen weiter. Während das Verbot der Abtreibung aufgehoben wird, sollen nun Affen Rechte bekommen. Eine Grundlage des Naturrechts ist, daß nur der Rechte haben kann, der auch Verantwortung und Pflichten übernehmen kann. Affen können für ihr Verhalten aber nicht verantwortlich gemacht werden. .

 

(Weltwoche/Civitas 08.08.2008) In einem Artikel der schweizer „Weltwoche“ berichtet Rolf Degen über ein Vorhaben der spanischen Sozialisten, Affen Menschenrechte zuzuerkennen:

„Dies ist ein historischer Tag im Kampf für die Rechte unserer Mitgeschöpfe, der ohne Zweifel in die Geschichte der Menschheit eingehen wird.“ Mit diesen euphorischen Worten applaudierte Pedro Pozas, Sprecher für das „Projekt Menschenaffen“, der Regierung eines Landes, das bisher eher für seine blutigen und brutalen Stierkämpfe berüchtigt war. Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Fischerei des spanischen Parlamentes hatte den sozialistischen Regierungschef José Luis Zapatero aufgefordert, sich für das Wohl der Großaffen einzusetzen und ihnen besondere Rechte einzuräumen, die zuvor nur für menschliche Wesen verbindlich waren.

Die Resolution solidarisiert sich mit dem vom australischen Philosophen Peter Singer mitbegründeten Menschenaffenprojekt, das darauf hinarbeitet, unseren engsten Verwandten im Tierreich - den Schimpansen, Bonobos, Gorillas und Orang-Utans - ein „Recht auf Leben, Freiheit und Schutz vor Folter“ zu gewähren. Singer ist für seine utilitaristische Ethik bekannt, die die Ermordung behinderter Kinder bis drei Monate nach der Geburt fordert.

Auch wenn diese Ankündigung auf den ersten Blick irritiert, könnte das iberische Königreich zum Vorreiter einer Entwicklung werden. Die Entschließung, die von einer überparteilichen Mehrheit getragen wird, fordert die spanische Regierung auf, sich für eine ähnliche EU-weite Erklärung einzusetzen. Zudem verlangt sie vom Parlament, innerhalb eines Jahres ein Gesetz zu erlassen, das potentiell schädliche Experimente an Menschenaffen, die nicht in deren Interessen liegen, unter Strafe stellt.

Das Bekenntnis zum Tierrecht ist nur der vorläufig letzte Schritt der derzeitigen spanischen Revolution, die unter Führung Zapateros das mehrheitlich katholische Land in eine Speerspitze für linksliberale Sozialreformen verwandelt hat. Das Recht auf Ehescheidung wurde erst in den achtziger Jahren anerkannt; inzwischen hat der neue Regierungschef homosexuelle Ehen legalisiert, den Einfluß der katholischen Kirche durch Verstaatlichung des Bildungswesen zurückgedrängt und ein Ministerium für Gleichstellung geschaffen. Ziel dieser Bemühungen ist die Vernichtung der Grundlagen des Staates und der Gesellschaft durch Zerstörung von Ehe, Familie und besonders der katholischen Kirche. Bei der konservativen Opposition stößt die Tierrechtsinitiative allerdings auf Widerstand. Der Sprecherin der konservativen Volkspartei, Raquel Arias, «steigt die Schamesröte ins Gesicht», wenn das Parlament die rechtliche Gleichsetzung von Menschen und Affen verlangt, während Landwirte und Fischer unter der spanischen Wirtschaftskrise zu leiden hätten.

Auch die katholische Kirche übt Kritik: Den Affen würden Rechte zugebilligt, die man menschlichen Embryonen versage. Die konservative Zeitung El Mundo giftete: «Mancher wird sagen, es sei logisch, daß die Sozialisten die Menschenaffen für superschlau halten, weil diese ihnen an intellektuellen Fähigkeiten nicht sehr weit überlegen schienen.» Und selbst Amnesty International nimmt daran Anstoß, daß den Affen Menschenrechte zugesprochen werden sollen, obwohl nicht einmal alle Menschen diese Rechte besitzen.

Prozessanwälte werden in den USA oft abwertend als «ambulance chasers» («Krankenwagenjäger») verhöhnt, weil sie angeblich auf Unfallopfer erpicht sind, die sie für profitable Schadensersatzprozesse gewinnen wollen. Wenn die geplanten Bestimmungen erst einmal greifen, könnte sich für die auch in Spanien schief angesehene Zunft ein völlig neues Betätigungsfeld eröffnen. Vielleicht wimmelt es demnächst in Zoos, Tierparks, Zirkussen und biomedizinischen Forschungsstationen von Advokaten, die nach Klienten im Fellkleid Ausschau halten, in deren Namen sie bombastische Musterprozesse führen können. Ob das dem Wohl der vertretenen Tiere dient, bleibt erst einmal dahingestellt. Möglicherweise kommt es auch unter umgekehrten Vorzeichen zu einer Neuauflage der bizarren Schauprozesse des Mittelalters, bei denen Pferde oder Schweine wegen irgendwelcher Verfehlungen vor Gericht gezerrt und verurteilt wurden. Zumindest wäre dies konsequent, denn Rechtsträger müssen auch Verantwortung und Pflichten übernehmen.
Diese Initiative der spanischen Sozialisten zeigt erneut mit aller Deutlichkeit, wohin die Menschenrechtsideologie führt, die keinerlei objektive Basis hat. Die Menschenrechtstheorie, die von Gott abgelöst ist, läßt sich jederzeit durch Hinzufügen oder Wegnehmen von Rechten verändern, da sie keine Grundlage hat, von der aus diese Rechte begründet werden. Somit hängen sie allein von menschlichen Vereinbarung, vom menschlichen Willen ab. Das Naturrecht hingegen hat seine Grundlage in der von Gott geschaffenen Ordnung. Grundlage aller Rechte und Pflichten folgen aus dem Wesen des Menschen, aus der menschlichen Natur, die als leib-geistige Einheit definiert ist.

Weitere Informationen zum Naturrecht finden Sie unter „Dokumente“.

 

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