Civitas Institut

"Vätermonate" beim Elterngeld sollen verlängert werden PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 16. August 2008 um 11:15 Uhr
pabebe.jpgBundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) plant eine Ausweitung der "Vätermonate" beim Elterngeld ab der nächsten Legislaturperiode. Väter sollen künftig länger als (wie bisher) zwei Monate für ihre Kinder zu Hause bleiben können. .

Grundsätzlich ist ein Elterngeld zu begrüßen, und es gäbe noch sehr vieles, was in dieser Richtung geschehen könnte. Wir denken nicht nur (aber auch!) an gesteigerte finanzielle Förderung der Familie, sondern auch an immer wieder andiskutierte Modelle wie das "Wahlrecht ab der Geburt", das bis zur Volljährigkeit von den Eltern wahrgenommen werden könnte.

Was erschreckt, ist jedoch einerseits die Realitätsferne  des Elterngeldes für Berufstätige, die für Monate aus dem Berufsleben ausscheiden. Man kann sich nur schwerlich eine Firma vorstellen, die es sich leisten kann, eine spezialisierte Fachkraft für Monate freizustellen, eine Ersatzkraft teuer auszubilden und diese dann bei der Rückkehr der ursprünglichen Fachkraft - ja: wo eigentlich unterzubringen? Dazu kommt, daß die ursprüngliche Kraft nach monatelanger Abwesenheit wieder eingearbeitet werden muß: von der frisch ausgebildeten Fachkraft, die dann den Posten räumen muß?

 Gleichermaßen erschreckend ist andererseits der gedankliche, ideologische Hintergund dieser Pläne. Hier wird, ganz im Rahmen der in angeblich "wertkonservativen" Politikerkreisen immer noch lebendigen gender-mainstreaming-Ideologie (nach der, grob gesagt, die "Rollen" von Mann und Frau austauschbar sind), die Realität des menschlichen Lebens und der menschlichen Verfaßtheit ausgeklammert, um eine neue Realität, um einen neuen Menschen ohne irgendwelche Art von Bindung zu schaffen. An anderer Stelle haben wir auf die Unersetzlichkeit der Mutter, auf die Unmöglichkeit des Rollentausches hingewiesen: der Schaffung einer neuen, bindungslosen und deshalb leicht manipulierbaren Masse von Austauschbaren wird eine der schönsten, in allen menschlichen Gesellschaften vorhandene, gottgewollte Ordnung geopfert, nämlich das Aufwachsen in familiärer Geborgenheit, in der Sicherheit geordneter, fester und verläßlicher Strukturen, und vor allem sanft und sicher umgeben von der unvergleichlichen Sorge der Liebe einer Mutter, die durch nichts, durch gar nichts ersetzt werden kann. Und  ganz sicher nicht durch eine Kinderkrippe, nach der Zeit des Elterngeldes.

Wir fürchten um den Fortbestand einer Gesellschaft, die ihre eigenen Strukturen aufgibt und zerstört. Und wir fürchten die Folgen solchen Vorgehens, die sich an den schwächsten und wehrlosesten Gliedern dieser Gesellschaft zeigen, die doch ihre Zukunft sind.

Es scheint, daß wir im Augenblick nichts weiter tun können, als durch das Beispiel gelebten, glücklichen, christlichen Familienlebens zu wirken - auch wenn wir nicht vermessen genug sind, zu glauben, dieses Beispiel könne bis in höhere Ränge christlich-demokratischer Familienpolitik  dringen.

 

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