Civitas Institut

Bischof Gyula Márfi: Europa ist für die Einwanderer Kriegsgebiet PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 28. November 2015 um 15:28 Uhr

Bischof Gyula MárfiDas folgende Gespräch mit Bischof Gyula Márfi erschien am 29.10.2015 in der Veszprémer Tageszeitung Napló. Veszprém, die malerische Hauptstadt seines Erzbistums, liegt im Herzen Ungarns, in jenem größeren und zentralen Teil des ehrwürdigen Königreichs des heiligen Stephan, das im 16. und 17. Jahrhundert über 150 Jahre unter türkisch-islamischer Herrschaft stand und – auch für das christliche Europa – völlig ausblutete. Dies läßt vermuten, daß der Bischof weiß, wovon er spricht. (Anm. d. Übersetzers)

 

 

Im Leben der Europäer haben das Geld und die Genüsse den Platz Gottes erobert. Europa wiederum wird vom Islam erobert. Nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Glauben. Gyula Márfi, Bischof von Veszprém betont, daß seine Worte seine persönlichen Ansichten wiedergeben …

Der Bischof hatte wochenlang darüber nachgedacht, ob er sich zum Thema der Migration äußern sollte, nachdem die Vertreter der ungarischen Kirche mit ihren früheren, aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerungen für viel Aufregung gesorgt hatten.

Die gläubigen Menschen erwarten eine Wegweisung seitens der kirchlichen Oberen: Was geschieht hier? Und warum? Was ist die Aufgabe der Christen?

„Meiner Meinung nach erleben wir die Unterjochung Europas durch den Islam, wenn auch nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Glauben. Die Muslime sehen darin einen heiligen Krieg, und wir müssen ihre Bereitschaft zur Selbstaufopferung anerkennen: Sie riskieren ihr Leben, fahren über das stürmische Meer, wandern unter unglaublichen Strapazen mehrere hundert Kilometer weit in ihre neue Heimat Europa. Hätten Europas Christen einen ähnlichen Glauben, und würde bei uns das Christentum blühen, kämen die Muslime nicht zu uns.“

Haben Sie den Islam studiert?

“Ich bin kein Experte, aber ich beschäftige mich seit langem mit den Weltreligionen, so auch mit dem Islam. Unlängst las ich in Gerhard J. Bellingers „Großer Religionsführer“ die betreffenden 26 Seiten, aus denen ich unter anderem erfahren habe, daß für die Muslime der christliche Grundsatz, daß man wegen eines noch so edlen Ziels keine sündhaften Handlung begehen darf, nicht gültig ist. Im gegebenen Fall kann das Übervorteilen, das Ausrauben, die Ermordung der Ungläubigen sogar Pflicht sein. (Cf. Koran 2. und 9. Sure.) Aus demselben Buch können wir den Grundsatz des islamischen Staatsrechts ersehen. Danach ist die Welt zweigeteilt: Einerseits in das Haus des Islam (Dar al-Islam), also den islamische Bereich (dazu gehören heute 19 Länder, in den der Islam die Staatsreligion bildet), anderseits in das Haus des Krieges (Dar al-Harb), also das Kriegsgebiet. Der Dschihad (Anstrengung, Kampf, Bemühung) verpflichtet die Muslime dazu, diese Gebiete für den Islam zu erobern. Wir sollten auch unbedingt wissen, daß der Islam (anders als der Hinduismus oder der Buddhismus zum Beispiel) keine nach innen gewandte, individualistische, sondern eine nach außen gewandte, kollektivistische Religion ist. Die Mission ist nicht die Aufgabe einsamer Missionare, sondern der gläubigen Massen. Ich denke, wer das nicht weiß, der kann auch die tiefsten Ursachen der aktuellen Völkerwanderung nicht erkennen.“


Nach einer anderen Ansicht fliehen die Menschen vor dem Krieg, dem Hunger, dem Tod, und es ist unsere Pflicht, ihnen zu helfen.

Ich wiederhole: Europa ist für sie ein Kriegsgebiet. Es ist jedoch nicht üblich, in ein Kriegsgebiet zu fliehen. Das bedeutet nicht, daß die Kriege (Afghanistan, Libyen, Irak, Syrien usw.) keine Rolle spielen, aber nur eine sekundäre. Einer dieser sekundären Ursachen sind die ökologischen Katastrophen, die viele Menschen zur Flucht zwingen. Eine andere Ursache liegt im ererbten Nomadentum mancher Einwanderer, also der Heimatlosigkeit als natürlicher Lebensweise. Sicher spielt auch die Armut eine Rolle, und damit der Wunsch nach einem besseren Leben. Die heutige Völkerwanderung hat aber nicht nur Ursachen, sondern auch Ziele, obwohl man Ursachen und Ziele nicht scharf unterscheiden kann. Was sind die Ziele der Migration? Unter anderem gieren die europäischen Konzerne nach billiger Arbeitskraft (moderne Sklaverei). Außerdem streben einige außereuropäische Mächte danach, Europa zu schwächen. Wie sonst könnten wir das Phänomen erklären, daß neben der arabischen Finanzwelt, die an der Islamisierung Europas interessiert ist, auch amerikanische Banken die Migranten unterstützen, die gern und ausschließlich als Flüchtlinge bezeichnet werden. Das mag dazu beitragen, daß die Verfechter der Toleranz Migranten helfen, denen die Idee der Toleranz kaum bekannt ist. Das höchste Ziel jedoch ist der bereits erwähnte Dschihad, der es den islamischen Massen zur Pflicht macht, die Erde dem Islam zu unterwerfen.“


Aber warum will man Europa ausgerechnet jetzt islamisieren?

„Vor allem deshalb, weil die islamischen Führer erkannt haben, daß die Zeit reif ist, den vom Glauben abgefallenen Kontinent zu erobern. Unterstützt werden sie von der Naivität der europäischen Machthaber, die zum Großteil völlig verweltlicht sind und nicht mit der Kraft des Glaubens rechnen und sich gar nicht vorstellen können, welche Energie in der religiösen Überzeugung der breiten Massen verborgen ist. Sie denken nur an Geld und Tagespolitik. Sie deklamieren über europäische Werte wie Freiheit und Gleichheit, die es in Europa gar nicht mehr gibt. Sie verwechseln Gleichheit mit Gleichförmigkeit (Genderideologie), Freiheit mit Freizügigkeit, welche die Europäer zum Opfer ihrer Leidenschaften macht. Die Muslime profitieren auch von der schon fast manischen Angst der Deutschen, wieder als Rassisten beschimpft zu werden. Das Heilmittel gegen den Rassenwahn ist jedoch nicht das andere Extrem, der kosmopolitische Globalismus, sondern die Liebe zur eigenen Heimat, zum eigenen Volk. Ich möchte aber auch betonen, daß es unter den Einwanderern sicher auch Flüchtlinge gibt, die unsere hilfebedürftigen Nächsten sind, denen wir nach der Lehre Jesu zu Hilfe eilen müssen.“

Was kommt auf uns zu?

„Europa hat das sanfte Joch Jesu abgeworfen und ist in Gefahr, unter das viel strengere Joch Mohammeds gebunden zu werden. Ich bin kein Prophet, aber ich weiß, daß im Jahr 1986 nur ein gutes Prozent der europäischen Bevölkerung Mohammedaner waren, und heute sind es fast fünf Prozent. In den westlichen Ländern liegt der Prozentsatz viel höher. Man kann nicht ausschließen, daß die Muslime in 50 Jahren die Mehrheit haben werden, und dann würde Europa wirklich unter die Herrschaft des Islams fallen. Verfolgt würden wahrscheinlich nur die Atheisten und die nach islamischen Normen unmoralischen Phänomene (Homoehen, Homofestivals, Genderideologie, Charlie-Hebdo-Publikationen, Blasphämie). Die gläubigen Christen, Juden und Anhänger anderer Religionen würden geduldet werden, besonders wenn sie ein heiliges Buch besitzen (Bibel, arabisch: Koran). Die Zeitrechnung würde wohl nicht mehr auf die Geburt Christi zurückgehen, sondern auf die Flucht Mohammeds aus Mekka nach Medina (Hedschra, 622 nach Christi Geburt), unser Ruhetag wäre nicht mehr der Sonntag, sondern der Freitag, und Weihnachten wie Ostern müssten wir viel diskreter begehen als in unseren Tagen … Neue Kirchen würden nicht mehr gebaut werden, dafür umso mehr Moscheen, aber unsere alten Kirchen dürften wir behalten, wenn wir sie aus eigenen Mitteln finanzieren könnten. Es gibt auch unter den Muslimen viele Unterschiede, und die meisten von ihnen sind friedliebend, es wird aber immer Extremisten geben, die Kirchen anzünden und Gebetsversammlungen massakrieren. Diese wird auch ein islamischer Staat als Verbrecher ansehen, aber es ist nicht sicher, daß er sie auch finden und bestrafen wird.“


Als gläubiger Christ fragt man sich, was Gott damit bezweckt.


„Ich glaube, Sie fragen nach der letzten Ursache der Völkerwanderung. Sie ist wohl die Strafe Gottes. Die Propheten sagen einstimmig, Israel sei 722 v. C., Jerusalem und Judäa seien 586 v. C. gefallen, weil das Volk Götzen statt Jahwes anbetete. Wenn Europa fällt, dann wegen des modernen Götzendienstes: Geld, Macht, verbotene Genüsse.“

Dem Glauben fern stehende Menschen zitieren oft den Papst, der sich für die Flüchtlinge einsetzt.

„Man muß ein wenig darüber lächeln, daß Menschen, die das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit für lächerlich halten, von uns verlangen, dem Papst auf einem Gebiet zu gehorchen, auf den sich das Dogma gar nicht erstreckt. Der Papst ist ja nur unfehlbar, wenn er hinsichtlich des Glaubens und der Moral eine für die Kirche verpflichtende Lehre verkündet. Hier geht es um etwas anderes. Der Heilige Vater hat jede Pfarrei ersucht, eine syrische Familie aufzunehmen. Aber viele Pfarreien in Ungarn können nicht einmal sich selbst ohne äußere Hilfe finanzieren. Außerdem sind die meisten Einwanderer keine Flüchtlinge, keine Syrer und keine Familien. Der Papst befürchtet auch eine wachsende Christenverfolgung in den muslimischen Ländern. Er hat aber auch seine Eltern vor Augen, die nach Argentinien eingewandert sind. Zwischen Einwanderung und Einwanderung bestehen jedoch riesige Unterschiede. Die Eltern des Heiligen Vaters sind als Christen in ein christliches Land eingewandert, so daß sie sich ihrer neuen Umgebung leicht anpassen konnten. Die Muslime aber können sich nicht anpassen und wollen es auch nicht. Sie sind in ein Kriegsgebiet gekommen, nicht um sich anzupassen, sondern um zu erobern.“


Können Europas liberale Staaten zu ihren christlichen Wurzeln zurückkehren? Was können die Gläubigen tun?

„Wir können die Möglichkeit nicht ausschließen, daß sich Europa zusammen mit seinen Machthabern bekehrt. Gottes Gnade vermag alles. Aber die Bekehrung müssen in erster Linie wir, die Gläubigen, üben. Wir müssen aufhören zu denken: Ein bißchen Sakramente, aber nicht zu viel, ich liebe dich ein bißchen, Herr, aber ohne zu übertreiben, ich gehe Deinen Weg, Herr, mit dir, und den meinen ohne Dich. Wir müssen viel beten, und unseren Glauben viel ernster nehmen. Die christliche Moral müssen wir todernst nehmen, besonders die Zehn Gebote.“


Die nicht Glaubenden könnten das Gefühl haben, aus dieser Lösung ausgeschlossen zu sein. Was können sie tun?

„Ich meine, die Zehn Gebote verpflichten nicht nur den Christen, sondern sind das Fundament jeder normalen gesellschaftlichen Ordnung. Für nicht gläubige Menschen mag es annehmbar sein, daß dies die Naturordnung ist, wobei es aber auch um ewige und universale Inhalte geht. Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst die Frau und den Besitz deines Nächsten nicht begehren, du sollst deine Eltern ehren: Das sind Gebote, die für jeden gelten. Sie sind nicht nur die Tür zur ewigen Seligkeit, sondern auch zum irdischen Gelingen.“

(Quelle: Veol.hu)

Rechte der deutschen Übersetzung: Civitas Institut. Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Redaktion

 

Zeitschrift

Newsletter

Aktuell online

Wir haben 82 Gäste online

Termine


Aktuell stehen keine Termine an.

PayPal-Spende

Jedes Engagement, jede Aktion hat auch eine finanzielle Seite, die unsere Einsatzmöglichkeiten begrenzt. Um uns zu helfen, unsere Ausstrahlung zu vergrößern oder unseren Einsatz zu vervielfältigen benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden!