Civitas Institut

Aus fremder Feder: Kirchen zu Moscheen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 16. Juni 2016 um 06:56 Uhr

Viele Gotteshäuser werden vom Islam übernommen und umgenutzt. - Im Nahen Osten geht die Präsenz der Christen nach 2000 Jahren angesichts eines gewalttätigen Islams zu Ende. Doch die Liste der an Muslime verkauften Kirchen und Synagogen wird auch in Europa immer länger. Viele sprechen von einem Ausverkauf des Christentums an den Islam. Wieder einmal versuchen türkische Muslime, aufgepeitscht von einem Imam aus Saudi-Arabien, die Hagia Sophia (Heilige Weisheit) in Istanbul, einst die größte Kathedrale der christlichen Welt, bevor die muslimisch-osmanischen Türken sie 1453 eroberten, in eine Moschee umzuwandeln. Zumindest einen Teilerfolg haben sie bereits erreicht.

Vorerst noch auf die Dauer des islamischen Fastenmonats Ramadan beschränkt, wird die 1934 vom Laizisten Kemal Atatürk in ein Museum umgewandelte Hagia Sophia wieder zur Moschee. Der regierungsnahen Morgenzeitung „Sabah“ reicht das nicht. Sie fordert, dass die einstige Hauptkirche des orthodoxen Christentums über den Ramadan hinaus Moschee bleibt. Da die westlichen Christen mit ihrer Armenienpolitik keine Freunde mehr seien, brauche man auf sie auch keine Rücksicht mehr zu nehmen. Zahlreich sind im Nahen Osten die zu Kultstellen des Islam verwandelten Kirchen und Synagogen wie etwa die heutige Umayyaden- Moschee in Damaskus, die Ibn-Tulun- Moschee in Kairo oder die Kreuzfahrer-Kathedrale von Famagusta auf Zypern. Auf dem Jerusalemer Tempelberg errichteten die muslimischen Eroberer ihre drittheiligste Stätte auf den Ruinen des jüdischen Tempels.

In Europa passiert gerade ähnliches. Fast in jeder modernen europäischen Stadt werden neue Moscheen gebaut oder Kirchen umgewidmet. Es gibt aber auch immer mehr verlassene und profanierte Kirchen. In der niederländischen Provinz Friesland wurden 250 von 720 Kirchen entweder umgewidmet oder geschlossen. Die Fatih Camii Mosque in Amsterdam war einst die Sankt-Ignatius-Kirche. Eine Synagoge in Den Haag wurde zur Al-Aqsa-Moschee. Die Hauptmoschee in Dublin ist eine ehemalige Presbyterianerkirche. In England wird die St. Marks Cathedral nun New-Peckam-Moschee genannt. Die Moschee von Disbury in Manchester war einst eine Methodistenkirche. In Lancashire gaben die Behörden die Genehmigung, die anglikanische Kirche Saint Peter’s in Cobridge zur Madina-Moschee zu verwandeln.

In Belgien, einst eine Wiege des europäischen Katholizismus, werden Dutzende von Kirchen geschlossen. Die Kirche der heiligen Catherine, 1874 errichtet, dominiert Brüssels historischen Stadtkern, sie sollte gemäß einem Vorschlag der Stadt zu einer Obsthalle umfunktioniert werden. Nur die Mobilisierung der Gläubigen vereitelte den Plan.

Auch in Deutschland gibt es einen Ausverkauf von Kirchen. Zwischen 1990 und 2010 hat die Evangelische Kirche in Deutschland 340 Kirchen geschlossen. In Hamburg hat die muslimisch-alevitische Gemeinde kürzlich eine evangelische Kirche gekauft. Die Kirche St. Raphael in Berlin-Spandau ist nun ein Lebensmittelladen. In Trier wurde die St.-Maximin-Kirche, eine der ältesten der Römerstadt, zu einer Schulturnhalle umgebaut. In der Kleinstadt Neunkirchen an der Saar wurden im letzten Jahr allein drei katholische Kirchen profaniert.

Der siebenbürgisch-französische Schriftsteller Emile Cioran stellte Europa einst eine düstere Prophezeiung: „Die Franzosen werden nicht eher aufwachen, als bis Notre Dame zu einer Moschee geworden ist.“ Bodo Bost/PAZ 24 / 2016

 

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