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US-Präsidentenwahl: Drei gute Neuigkeiten und ein kleines Vergnügen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. November 2016 um 09:31 Uhr

Auch wenn wir durch desillusionierende Erfahrungen skeptisch geworden sind: die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten scheint eine gute Neuigkeit für den Weltfrieden zu sein, denn er hat keine Verbindung zu den neokonservativen Ex-Trotzkisten, die den Nahen Osten ins Chaos gestürzt haben und denen Hillary Clinton erstaunlicherweise nahesteht.

So ganz nebenbei kann man auch bemerken, dass die Verteufelung Trumps als Freund des Teufels Putin nicht geklappt hat, auch wenn die Befürchtung im Raum stand, dass das nur sehr begrenzt diskrete und wenig vorsichtige Eintreten Rußlands für Trump den gegenteiligen Effekt hätte haben können. Für den weiteren Lauf der Welt scheint uns aber die gegenseitige Wertschätzung der beiden Männer denn doch eher positiv zu sein.

Die andere, sogar für die Welt vielleicht noch wichtigere gute Neuigkeit betrifft den Obersten Gerichtshof der USA. Hillary Clinton hätte ihn für lange Zeit auf die Kultur des Todes und die Diktatur bestimmter Lebensweisen eingeschworen und blockiert. Donald Trump wird nun einen Richter ernennen, der für das Leben ist, für Ehe und Familie, und es bleibt zu hoffen, dass er zumindest noch einen weiteren Richter im Laufe seiner Amtszeit ernennen und somit im Obersten Gerichtshof eine komfortable Mehrheit für die natürliche Moral schaffen kann. Damit würde er das Abdriften einer Institution aufhalten, die den Gesetzen und den Bürgern der US-Staaten immer mehr ihr eigenes Gesetz diktierte.

Die dritte gute Neuigkeit betrifft Europa und die Patrioten der europäischen Länder: Donald Trump hat sich für den Brexit ausgesprochen; er gratulierte den Briten, die Kontrolle über ihr Land wiedergewonnen zu haben. Somit ist Trump der erste us-amerikanische Präsident, der kein Lobbyist des „europäischen Aufbaus“ ist.

Das „kleine“ Vergnügen ist die Beobachtung der öffentliche Reaktion der politischen Eliten und der bestellten Meinungsmacher und, mehr noch: wenn man sich vorstellt, wie sie reagieren, wenn sie nicht beobachtet werden. Schon die Stellungnahmen unseres deutschen Establishments sind entlarvend – um so mehr sähe man gerne auch die Gesichter der transatlantischen Stichwortgeber wie z.B. des Verantwortlichen der New York Times, der Clintons Siegeschancen hartnäckig bei 88 % einschätzte – andere sahen immerhin noch 77 %, wieder andere brachten demographische Argumente ins Spiel (die USA haben eine starke lateinamerikanische Einwanderung, und die Latinos wählten demokratisch). Wie gerne sähe man doch jetzt die Gesichter all jener, die mit aller Kraft an der Diabolisierung Trumps gearbeitet haben und sicher waren, dass Trump es nie schaffen würde...

Trumps Vizepräsident Mike Pence hat übrigens bei einer Befragung eine hundertprozentige Zustimmung zum Nationalen Lebensrechts-Komitee und null Prozent Zustimmung zur Familienplanung angekreuzt.

Und auch, wenn das eigentlich überhaupt keine Bedeutung hat und von keinerlei Interesse ist (das ist jetzt nämlich unsere ganz willkürliche persönliche Einschätzung): es ist schon recht angenehm, dass Trumps Großeltern Deutsche waren und dass die First Lady eine Slowenin ist...

JV

 

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