Civitas Institut

Aufgepickt (29) - diesesmal: ab(zu)nehmende Halbmonde, Worte der Großen Vorsitzenden, eingetretene Prophezeiungen und Wahnsinn als Normalität PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 08. Dezember 2016 um 08:09 Uhr

Auch in den letzten Wochen fielen uns Sätze auf: weil sie so bezeichnend, provozierend, treffend, typisch, dumm, entlarvend, belustigend, intelligent, nachdenklich oder anregend sind. Wir haben wiederum völlig willkürlich eine ganz kleine Blütenlese dieser Sätze zusammengestellt. Ab und an verdichtet sich eben etwas in einem einzigen Satz, in einem ganz kurzen Textabschnitt.

„Ich verlange ja auch nicht, dass sie den Halbmond von ihren Moscheen runternehmen, wenn ich durch Istanbul spaziere. Das ist ihre Welt. Und hier ist unsere. Wer zu uns kommt, muss auch mit unseren Symbolen leben können. Es geht einfach nicht, dass wir in vorauseilendem Gehorsam uns selber beiseiteschaffen.“ (Thomas Hürlimann, Tagesanzeiger 19.10.2016)

„Es ist schön hier …, das sieht nach Zukunft aus, wollen wir mal gucken, ob wir noch was reinkriegen in die Zukunft … Das vergangene Jahr war ein sehr herausforderndes Jahr, auch dieses Jahr ist es so, aber wieder anders als im letzten Jahr, und ich darf Ihnen die schöne Aussicht in die Zukunft sagen, dass nächstes Jahr wieder ein ganz besonderes Jahr wird, also denken Sie nicht, dass es einfacher wird, aber es wird immer wieder anders.“ (Die Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Union, Frau Bundeskanzlerin Dr. rer. nat. Angela Merkel auf dem „Deutschlandtag“ der Jungen Union 2016)
„Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.“ - „Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.“ (Ovid)
„Es ist zwar nur mehr eine Frage der Zeit, bis die reformeifrigen Anpassungsbemühungen an den Zeitgeist seitens des akuten Papa Buonasera eine Ergänzung und Umarbeitung der althergebrachten Litanei nach sich ziehen wird. In Zeiten des Feminismus bspw. noch "Sancti Patriarchae" anzurufen, ist wohl dringendst auszumerzen, dafür fehlt die aller Verehrung würdige "Sancta Gendera", die bisweilen auch mit ihrer Mutter "Sancta Emancipatio" und dem Jesusmädchen gerne als "Hl. Gendera Selbdritt" in Bildern und Skulpturen dargestellt wird. - Schmerzlich fehlen uns noch "Sancta Vegetaria" (wahlweise auch "Sancta Vegana" für die strengeren Ordensrichtungen!) und die "Sancta Perpetuitas" (die ad stabilitatem meteorologicam überhaupt die wichtigste Säulenheilige der Una Sancta Oecologica Ecclesia ist!) … Also, Papa Franz: tun S' was!“! (Internetfund)
„Spätere Historiker auf anderen Kontinenten werden womöglich die Köpfe darüber schütteln, wie sorg- und arglos die Europäer dem dritten Ansturm des Morgenlandes ihre Tore öffneten. Jahrhundertelang hatten tapfere christliche Männer ihren Kontinent gegen orientalische Invasoren verteidigt, heute geben europäische Politiker im Namen der Menschenrechte Stück für Stück die europäische Freiheit, die europäische Demokratie, das europäische Recht, den europäischen Geist, die europäische Kultur, den europäischen Pluralismus und natürlich das europäische Christentum preis.“ (Klonovsky 25.11.2016)
„Ein Tschetschene wirft seine Frau aus dem Fenster und ersticht sie danach, ein Kurde schleift seine Frau 250 Meter am Auto durch die Stadt, auf 1200 Anzeigen am Kölner Dom kommen 6 Urteile – für die Grünen jedoch kommt die Gefahr aus dem Netz.“ (Internetfund)
„Die DDR wird weitere 40 Jahre und noch darüber hinaus bestehen.“ (Schlußworte der Rede des Generalsekretärs des Zentralkommittes der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Staatsratsvorsitzenden der Deutschen Demokratischen Republik, Genosse Erich Honecker, auf der Festveranstaltung zum 40. Jahrestag der DDR am 3. Oktober 1989)
„Wenn jemand aus Aleppo geflohen ist, und sie sehen jeden Abend die Bilder in Aleppo, und sie wissen, was da los ist, dann heisst das nicht das dieser Mensch nicht gerne in Aleppo gelebt hat und vielleicht auch gerne wieder in Aleppo leben möchte, aber es ist im Augenblick, das sieht man ja, nicht ganz einfach möglich, und ich muss ihnen sagen, ich schlaf den Abend auch bedrückt ein, weil ich gerne als Politikerin nicht möchte, dass die Menschen alle nach Deutschland kommen, aber dass dort 250.000 Menschen sind, die keinen Arzt haben, kein Medikament haben, wo gar nichts ist und wir stehen machtlos davor und sehen uns an, wie die Bomben fallen, das ist schon bedrückend, nicht nur für sie, sondern auch für mich, das will ich ganz deutlich sagen.“ (Die Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Union, Frau Bundeskanzlerin Dr. rer. nat. Angela Merkel auf dem CDU-Bundesparteitag in Essen)
„Jedenfalls sind die „linksliberalen“ Freiburger, die der „Spiegel“ befragte, demonstrativ bemüht, den Einzelfallcharakter des Mordes (an Maria Ladenberger, JV) herauszustreichen, obschon er bloß das Glied in einer Kette von Gewaltverbrechen mit fremdländischer Beteiligung darstellt. Gleichzeitig decken sie sich laut dem Magazin massenhaft mit Pfefferspray ein und meiden bestimmte Orte zu gewissen Zeiten. Wer oder was soll diese zerrissenen Herzen und Hirne nur je wieder zusammenflicken?“ (Hans Heckel, Preußische Allgemeine 48/2016)
"Trumps Sieg und die Siege der europäischen Rechten sind auch eine entschiedene Zurückweisung dieser so winzigen wie absurden Minderheit, die sich ohne jede intellektuelle, wirtschaftliche oder historische Bodenhaftung anmaßt, den politischen Diskurs zu dominieren." (Thomas Fasbender)

Zwei Titel zum selben Sachverhalt: "Frau stirbt nach Brandanschlag" (t-online) und: "Mann übergießt Frau mit Benzin und zündet sie an: tot" (Junge Freiheit). Noch Fragen, Kienzle?

JV
 

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