Civitas Institut

Wenn die Europhilen am Rad drehen PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 24. Februar 2017 um 04:13 Uhr

Das Verhältnis der EU zu Polen ist, sagen wir es so, nicht ganz ungetrübt. Und wie das so ist: man muss in Zeiten wie diesen zwischen den Zeilen lesen (können), um Informationen gewichten und einordnen zu können. Das gilt auch und vor allem für die entsprechenden Artikel auf unserer neuen Lieblings-Propagandaseite „euractiv“. Hier eine kleine Blütenlese.

Die große Mehrheit dieser halsstarrig selbstbewußten, ihr Eigenes bewahren wollenden Polen weigert sich standhaft, zuzugeben, dass bei ihnen eine üble Diktatur herrscht, weshalb eine „Front gegen Polen“ (immerhin!! eine „Front“!!) gebildet werden muss:

http://www.euractiv.de/section/eu-innenpolitik/news/warschau-timmermans-will-front-gegen-polen-bilden/

Die (Soros?)-NGO „Reporter ohne Grenzen“ appelliert an die EU-Kommission, zu handeln, weil die Pressefreiheit in Polen bedroht sei – immerhin: die Presse in Polen ist zu über 70 % in deutscher Hand, v.a. in der Hand von Frau Springer. Und die Politiker verweigern ein Treffen mit der NGO:

https://www.euractiv.fr/section/justice-affaires-interieures/interview/les-journaux-en-pologne-sont-dans-une-situation-intenable%e2%80%89/ (Artikel nicht auf deutsch verfügbar)

Das europäische Parlament ist über die Rechte der Frauen in Polen beunruhigt: nicht etwa, dass dort täglich Frauen überfallen, vergewaltigt würden, was eben nicht der Fall ist – wie in anderen europäischen Ländern: sie können sich vergleichsweise angstfrei zu jeder Tages- und Nachtzeit in der Öffentlichkeit bewegen. Sondern das Parlament ist beunruhigt, weil die allermeisten Polinnen keinerlei Absicht haben, mit Hilfe der „Pille danach“ oder durch Abtreibung ihre Kinder zu töten oder auch „nur“ zu verhüten. (Persönliche Anmerkung: wir sahen im vergangenen Sommer ein junges Polen mit jungen Familien und vielen Kindern. Was gefällt dem europäischen Parlament daran nicht?):

https://www.euractiv.fr/section/justice-affaires-interieures/news/socialists-and-democrats-reject-polish-morning-after-pill-restrictions/ (Artikel auf deutsch nicht verfügbar)

Und wenn man schon dabei ist: die EU-Kommission wird die Mitgliedsstaaten konsultieren, bevor sie weitere Maßnahmen gegen Polen ergreift, welches angeblich den Rechtsstaat nicht respektiert (wobei erstaunlich ist, dass die Mehrheit der Polen durchaus nicht dieser Meinung ist, wie auch – ganz und gar unabsichtlich! - eine kürzlich ausgestrahlte Reportage einer naiv linientreuen Nachwuchsreporterin unabsichtlich zeigte: „Polen geht rückwärts“ auf „phoenix“, siehe hier):

https://www.euractiv.fr/section/politique/news/commission-to-seek-member-states-views-on-polish-rule-of-law/ (Artikel auf deutsch nicht verfügbar)

Wenn so einmütig aus allen Propaganda-Kanonen auf ein Land geschossen wird, noch dazu von einer EU, die außer in ihrer Eigenwahrnehmung ganz und gar nicht für die Freiheit ihrer Bürger steht, dann gibt das zu denken und lädt dazu ein, sich genauer mit den Gründen dafür zu beschäftigen. Das beginnt, wie gesagt, damit, zwischen den Zeilen zu lesen. Hauptfrage: was will Polen? Und wofür steht die EU?

JV

 

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