Civitas Institut

Aufgepickt (33) - mit Rückblick auf die 70er, Fahndungserfolge, Leben in Ennerweh und die Wahlen, Protestantentreffen... PDF Drucken E-Mail
Montag, den 29. Mai 2017 um 06:16 Uhr

Auch in den letzten Wochen fielen uns Sätze auf: weil sie so bezeichnend, provozierend, treffend, typisch, dumm, entlarvend, belustigend, intelligent, nachdenklich oder anregend sind. Wir haben wiederum völlig willkürlich eine ganz kleine Blütenlese dieser Sätze zusammengestellt. Ab und an verdichtet sich eben etwas in einem einzigen Satz, in einem ganz kurzen Textabschnitt.

"Wenn die Memorialkultur überwiegend Verbrechen erinnert, dann wird der Bezug auf die kollektive Vergangenheit negativ, und dann entschwindet die Dankbarkeit gegenüber jeglicher vorangegangenen Generation und verkehrt sich in Ablehnung. Geschieht das, dann kommt der Gegenwart die Orientierung abhanden, und sie findet nur noch Halt in einem Hypermoralismus, der selbst keine Maßstäbe mehr hat." (Der französische Philosoph Alain Finkielkraut, 1999, zit.in Egon Flaig: "Die Niederlage der politischen Vernunft")

„Ein beliebtes Thema studentischer Unterhaltungen war einst die Gewissensprüfung zur Wehrdienstverweigerung. Wer dies durchgemacht hatte, sprach darüber, das verlangte die linke Coolness, im Tonfall herablassender Belustigung. Ob man die Waffe stehen lasse, wenn ‚der Feind’ ins Haus eindringe und die Freundin vergewaltige, wurde als lachhafte, gänzlich irreale Frage abgetan. Nun hat das Irreale die Wirklichkeit eingeholt. Auf den Bonner Rheinauen vergewaltigte ein mit einer Machete bewaffneter Farbiger eine Frau vor den Augen ihres Freundes. Der Krieg ist im Land. Nur haben wir keine Waffen. Und Kardinäle erzählen obendrein, dass man auch die andere Wange hinhalten sollte – und hier wohl noch ganz anderes.“  (Nicolaus Fest 06.04.2017)
Schlagzeile des Monats: „Mutmaßlicher Macheten-Vergewaltiger in Haft“ (t-online-Nachrichtenseite am 09.04.2017, 8.00 Uhr; es wird im Artikel nicht erklärt, wie man denn eine Machete vergewaltigt)
Ähnliches auf einem rheinischen Regionalnachrichten-Blog (28.05.2017; 19.26): „Fahndungserfolg: Eitorfer masturbierte vor Schülerinnen“. (Na, wenn das ein Fahndungserfolg ist...)
"Späte Erkenntnis eines DDR-Erfahrenen: Im Westen war tatsächlich alles besser. Sogar die Gehirnwäsche." (Klonovsky 16.04.2017)

"Karsamstag in Köln: Zehn Nationalsozialisten demonstrieren in Köln für "deutschen Sozialismus". 900 Polizisten müssen sie vor 100 gewalttätigen Linken schützen. Was für ein irre gewordenes Land! Und gleichzeitig seltsam: Wenn echte Nazis demonstrieren, kommen 100 Gegendemonstranten. Wenn die drittgrößteb Parlamentspartei Deutschlands nächste Woche einen Parteitag abhält, kommen 50 000 und legen die ganze Stadt für ein Wochenende lahm." (Quotenqueen 16.04.2017 - daß die Riesen-Gegendemo in Wirklichkeit ein gigantischer Flop würde, konnte noch niemand ahnen)

"Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren. - Was für ein Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!" (Klonovsky 22.04.2017)

“Ich fühl mich hier nicht mehr sicher. Warum tun die nichts? - Uns reicht’s! Wir wählen CDU”  (Selbsterklärendes CDU Wahlkampfplakat in NRW. Der Wähler hat's geglaubt.)

"Es ist dann doch ziemlich hart, sich am Ende eines anstrengenden Arbeitslebens in der Situation zu befinden, Päpsten beim Fußwaschen und Kanzlerinnen beim Nägelkauen zusehen zu müssen." (unbekannt)

"Vaterlandsliebe ist gleich Elternliebe ein natürliches Gefühl. Papst Leo XIII spricht von der „natürlichen Liebe zum Vaterland.“ (Sapientiae christianae vom 10.1.1890). Der Christ erhebt sie zum Rang einer religiösen Tugend. Thomas von Aquin verknüpft die Vaterlandsliebe mit dem vierten Gottesgebot: „Gott nimmt die erste Stelle ein. An zweiter Stelle sind Grundlage unseres Seins und Geführtwerdens die Eltern und das Vaterland. Darum ist der Mensch nach Gott am meisten der Eltern und des Vaterlandes Schuldner. Wie es daher zur Religion gehört, Gott zu verehren, so gehört es zur Pietät, Eltern und Vaterland zu verehren“ (S.Th II/II qu. 101, art. 1). Diese Pietät beschreibt Thomas als „protestatio caritatis“ (ebd. art 3 ad 1), das heißt als in Wort und Tat sich offenbarende Liebe.Q"

"Der Gedanke der diversity wird dort nicht akzeptiert, wo er am augenfälligsten ist: Beim menschlichen Genom, vulgo Rasse." (Nicolaus Fest 05.05.2017)

"Wer behauptet, die deutsche Leitkultur sei das Grundgesetz, wird auch der Ansicht sein, zum Verständnis von Musik reiche ein Blick auf die Noten." (ders.)

"In der Tat: als erstes muß erst einmal die gefährliche Erinnerung an Zeiten beseitigt werden, in denen die Dortmunder Nordstadt noch nicht eine Kloake aus Schmutz und Kriminalität mit einem Ausländeranteil von 60 und einer Arbeitslosigkeit von 24 Prozent war, in der die Polizei auch in Neukölln und Wedding einigermaßen respektiert wurde, in der muslimische Jurastudentinnen nicht darum eiferten, als erste Referendarin mit Kopftuch in die Justizverwaltung einzuziehen und keine Schülerin in Niedersachsen das Recht durchboxte, vollverschleiert zum Unterricht zu erscheinen, in der das Oktoberfestgelände nicht abgezäunt war, Weihnachtsmärkte nicht von Polizisten mit Maschinenpistolen bewacht wurden und Silvesterfeiern nicht durch Polizeihundertschaften abgesichert werden mussten, Zeiten, in denen nicht ‚die Bedingungen unseres Zusammenlebens täglich neu ausgehandelt’ wurden (Özgus), in der Aiman Mazyek noch als Funktionär einer winzigen obskuren muslimischen Vereinigung gesehen wurde (...) Diese romantisch verklärten Zeiten, liebe Bürgerinnen und Bürger (...) diese Zeiten hat es nie gegeben. Es gibt nämlich überhaupt kein Gestern, sondern nur ein ewigwährendes Morgen." (Alexander Wendt auf seiner facebook-Seite)

"Jenseits ihrer Religion und ihrer SPD-Mitgliedschaft ist bei Frau Özoguz schlicht keine spezifische Kultur identifizierbar." (Alexander Wendt)

"Häufig zu lesen: Der Islam stelle den westlichen Konsumismus infrage. Tatsächlich weiß jeder, den Dummheit oder Schicksal in die arabische Welt führten, dass nirgends auf der Welt der Materialismus solche Triumphe feiert wie in Dubai, Abu Dhabi oder Riad. Nirgends geht es geistloser zu, nirgends ist die hedonistische Präsentation von Schmuck und Luxusautos, von Falken und Pferden so penetrant wie dort. Der einzige Geist des Morgenlandes ist immer noch der in Öllampen." (Nicolaus Fest 20.05.2017)

"1970 war es einfacher sich in einem niederbayerischen Dorf als Schwuler und bekennender Pornograph zu outen als 2017 in Berlin Mitte als AFD Mitglied." (Kommentar auf einem politischen Blog)

„Wir haben ihn selbst gesehen! Glaubst du jetzt an Barak Obama?“ (Text einer Karikatur zum Protestantentreffen in Berlin und Wittenberg)

„Kässmann sagt, es sei voll Nazi, wenn jemand fordere, die Deutsche sollten sich vermehren. Und 5000 evangelische Deppen, darunter auch einige mit vierfacher Nazi-Ahnentafel und darob schwerst zerknirscht, spenden solcher exemplarischen Hasssprache "tosenden" Applaus. Was für eine gemütsverrottete, was für eine abbruchwürdige, was für eine sturmreife Kirche, die solches in ihrer Mitte schwären und eitern lässt! Man versteht täglich immer besser, warum das evangelische Milieu bei den Nazis besonders begeistert mitzog, auf welcher Psychomotorik sein geiler Konformismus beruht(e). Mag der Islam sie platt machen! Dort ist wenigstens noch Stolz.“ (Klonovsky 28.05.2017)

„Schäuble sagt, Geld ist nicht alles.“ - „Was will er denn noch?“ (Text einer Karikatur)

JV

 

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