Civitas Institut

Frankreich: "Maastricht III" und die Technisierung des Todes PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 01. Juni 2017 um 08:20 Uhr

Während Ärzte bei Abtreibungen Föten von bis zu sieben Monaten töten, tun andere Mediziner (wenn es nicht sogar dieselben sind) alles, was sie können, um "Frühchen" von sieben Monaten zu retten. Während Ärzte Herzmassagen durchführen,um Leben zu retten, stoppen andere Mediziner (wenn es nicht sogar dieselben sind) die Herztätigkeit von Patienten, um optimal Organe entnehmen zu können.

In Paris tagte am 18. und 19.Mai die Biomedizinische Agentur ("Agence de la Biomédicine). Eines der Kollogien ging über die Organentnahme nach dem "Maastricht-III-Programm", welche darin  besteht, daß das Herz des Patienten durch Unterlassen der Versorgung angehalten wird, damit sofort nach dem letzten Schlag des Herzens Organe entnommen werden können.

In Frankreich ist das seit 2014 möglich, es geschieht heute an neun verschiedenen Orten. Und diese Technik ermöglicht nat´ürlich die Entnahme von mehr Organen besserer Qualität, denn man weiß ja ganz genau, wann man den Spender töten wird - deshalb ist alles auf die Sekunde genau bereit.

Man ist, gelinde gesagt, verdutzt, wenn man Mediziner darüber reden hört, als handle es sich um völlig neutrale Techniken. Der Gipfel der Perversion jedoch, wenn man sich eine der Bedingungen von "Maastricht III" vor Augen führt: der Todeskampf darf nämlich nicht länger als drei Stunden gedauert haben. Es muß also der Todeskampf verkürzt und dafür gesorgt werden, daß er unter für den Patienten besten Bedingungen abläuft, damit die Organe nicht leiden...

Schöne neue Welt (es ist bei Aldous Huxley ähnlich zu finden!): der Mensch ist unter bestimmten Bedingungen eben nur ein Ersatzteillager...  Ausführlicher hier (französisch)

JV

 

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