Civitas Institut

Das Ende der Gender-Ideologie PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 19. September 2008 um 18:33 Uhr
enfantsjouent.jpg"Man wird zur Frau doch nicht geboren, man wird zur Frau doch erst gemacht" - in den unseligen Siebziger Jahren war das einer der Schlager der "Emanzipations"-Bewegung. Vermutlich würde Prof. Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum lächelnd korrigieren. .

Der renommierte Biopsychologe und Hirnforscher erklärt unterschiedliches Verhalten von Jungen und Mädchen, von Frauen und Männern als von der Biologie vorgegeben: die Biologie, hier insbesondere die Beschaffenheit des Gehirnes sorge dafür, daß jedes Geschlecht seine spezifischen Aufgaben durch besondere Anlagen so gut wie möglich erfüllen kann.

Güntürkün weist auf das bezeichnend unterschiedliche Spiel- und Lernverhalten von Kindern hin.  Weibliche Kinder spielen und lernen kopierend, männliche Kinder hingegen erforschend nach der Versuch - und - Irrtum-Methode: somit lernen Mädchen schneller, Jungen hingegen finden kreativere Lösungswege. Güntürkün führt das auf die Gegebenheiten der menschlichen Entwicklung zurück; ein weiteres tragfähiges Argument sei, daß die festzustellenden Unterschiede in ausnahmslos allen menschlichen Kulturen identisch seien.

In einem Interview erzählt er die erhellende Geschichte, daß er seinem Sohn einen Kinderwagen zum Spielen angeboten habe, dieser habe den Kinderwagen jedoch sofort mit Sand gefüllt und als Schubkarre genutzt.

Die Unterschiede zwischen dem weiblichen und männlichen kindlichen Verhalten seien interessanterweise auch in der Tierwelt zu beobachten: Kleine Affen ziehen ebenfalls geschlechtsspezifisch Puppen zum Spiel vor, wenn sie weiblich sind. Männliche kleine Affen spielen eher mit Bällen und Autos.

Die Frage, ob nun Männer "anders funktionieren" als Frauen und ob diese Unterschiede biologisch bedingt seien, wird von Prof. Dr. Güntürkün  uneingeschränkt bejaht. Die weibliche Hirnorganisation unterscheide sich deutlich von der männlichen, was man durch wissenschaftliche Versuche eindeutig nachweisen könne. Die neue Forschung gehe davon aus, daß die Sexualhormone eben auch die Organisation des Gehirnes beeinflussen.

Diese Zusammenhänge bestehen statistisch und können individuell unterschiedlich ausgesprägt sein: im Mittelwert eben könne die eine Gruppe besser "dieses" und die andere Gruppe besser "jenes". Gleiches gilt für Gedächtnisorganisation und Gefühlsleben: noch seien die Zusammenhänge nicht ganz erklärbar, aber ganz offenbar seien z.B. Jungen und Männer eher konkurrenzorientiert, als ein Beispiel für die verschiedenen  zu erfüllenden Aufgaben im Zusammenleben, deren Lösung von "der Biologie" eben doch geschlechtsspezifisch vorgesehen sei. Die bessere Orientierung der  Männer im Raum sei ebenfalls eine nachweisbare Tatsache - wie auch die eher sprachlich-kommunikative Höherbegabung der Frauen.

Nun ist das nicht unbedingt neu für jemanden, der weiß, daß Gott den Menschen "als Mann und Frau" erschaffen hat. Es ist aber erfreulich, daß ein Forscher, der aus einer ganz anderen Richtung kommt (natürlich muß auch Prof. Dr. Güntürkün die Evolution als Begründung für seine Forschungsergebnisse bemühen), zu diesen Ergebnissen kommt.

Wir sind aber nicht naiv genug, zu erwarten, daß gewisse Ministerien nun ihre Politik nach neuen Erkenntnissen der Wissenschaft (welche nichts weiter sind als ebenso uralte wie banale Kenntnisse  aus der unideologischen Lebenswirklichkeit heraus)  ausrichten. In deren Sicht muß es wohl ausgesprochen ärgerlich sein, daß die Realität noch nicht einmal ausnahmsweise und in Ansätzen die Neigung zeigt, doch den ideologischen Vorgaben dieser Ministerien und ihrer VordenkerInnen entgegenzukommen.

Ach ja: es wäre durchaus zu wünschen, daß unsere Gesellschaft wieder ein gesundes Verhältnis zu den Geschlechtern entwickeln würde, fern der mit Ideologie kaschierten Frustriertheit einer längst verstorbenen, bedauernswerten französischen Adeligen und ihrer ebenso bedauernswerten, bundesverdienstkreuztragenden deutschen Adeptin.

 

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