Civitas Institut

Ausstellungstip: Historia Magistra vitae PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 30. September 2008 um 16:26 Uhr
soldaten_sockel185.jpgBis zum 7. Dezember 2008 wird in der Bonner Bundeskunsthalle eine bemerkenswerte Ausstellung gezeigt: „Rom und die Barbaren. Europa zur Zeit der Völkerwanderung.“ . „Der römische Erdkreis stürzt.“ So lauteten 396 die entsetzten Worte des Kirchenvaters Hieronymus. Tatsächlich gehört die Völkerwanderungszeit, diese große Umbruchzeit eines gerade christlich gewordenen Reiches, zu den dramatischsten Ereignissen der europäischen Geschichte.

Der chronologisch angelegte Ausstellungsrundgang umfasst eine Zeitspanne vom 2. bis zum 6. nachchristlichen Jahrhundert. Er wird ergänzt durch eine animierte Europakarte, die die gewaltigen Völkerbewegungen und Machtverschiebungen dieser Zeit vor Augen führt. Dank der großzügigen Unterstützung von knapp 70 europäischen Leihgebern konnten in Bonn rund 1000 Schmuckstücke, Waffen, Münzen und viele andere bedeutende Objekte versammelt werden._
Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist die Konfrontation zwischen den Römern und Barbaren. Bereits im letzten Jahrhundert vor dem Erscheinen Gottes im Fleisch hatte sich das Römische Reich als die dominierende Großmacht rund um das Mittelmeer etabliert. Doch seinen Expansionsbestrebungen werden in der augusteisch-tiberischen Zeit (1. Jh. v. Chr. - 1. Jh. n. Chr.) Einhalt geboten. Jenseits von Rhein und Donau formieren sich größere barbarische - Verbände, die an dem Reichtum des Imperiums teilhaben wollen. Barbarische Krieger wurden so zu Gegenspielern römischer Kaiser. Nicht nur Macht und Krieg trafen sich, sondern auch Häresie und Orthodoxie. Ungeheure Kohäsionskräfte wirkten auf das Gemeinwesen.

Einen weiteren Höhepunkt des Ausstellung stellen die auf breiter Front einsetzenden Plünderungszüge der Germanen im letzten Drittel des 3. Jahrhunderts dar. Beredtes Zeugnis der Germaneneinfälle ins Römische Reich stellen die so genannten Barbarenschätze aus dem Rhein dar. Doch nicht nur Auseinandersetzung, sondern auch Austausch prägte die Beziehungen zwischen Rom und dem ‚Barbaricum.

Der plötzliche Einfall der Hunnen in den nördlichen Schwarzmeerraum 375 gilt als der eigentliche Auslöser der Völkerwanderung und leitete eine neue Phase der Auseinandersetzungen zwischen Römern und Barbaren ein. Zur Vermeidung militärischer Konflikte ließ Rom enorme Mengen Gold über die Grenze fließen.

Das Civitas-Institut empfiehlt diese Ausstellung. Historia magista vitae. Die Geschichte ist immer die Lehrmeisterin des Lebens. Kulturelle Krisen und Umbruchszeiten sind Spuren vom Wirken Gottes im Leben der Menschen, aber auch immer schon das Gericht.

Besucherinfos zur Rom-Ausstellung finden Sie hier im Netz:
http://www.kah-bonn.de/index.htm?besucherinfo/index.htm

Parallel zur Rom-Ausstellung zeigt das ebenfalls in Bonn ansässige Rheinische Landesmuseum bis zum 11. Januar 2009 die Ausstellung „Die Langobraden. Das Ende der Völkerwanderung.“

Hier der Netzhinweis:
http://www.rlmb.lvr.de/ausstellungen/sonderausstellungen/default.htm

 

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