Civitas Institut

Wirtschaftskrise: Anwachsen des Sozialismus droht PDF Drucken E-Mail
Montag, den 06. Oktober 2008 um 19:28 Uhr
barricade.jpgDer Historiker, Journalist und Geopolitik-Experte Alexandre Adler vergleicht die politische Situation angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise mit der Endphase der Weimarer Republik und kommt zu einem beängstigenden Ergebnis. .

"Wenige Monate vor dem Zusammenbruch der Wallstreet im Jahre 1928 hatte Deutschland den nachgiebigen Sozialdemokraten Hermann Müller als Reichskanzler, und der wurde gestützt von den nicht weniger nachgiebigen katholischen Demokraten und laizistischen Liberalen. Die Nazipartei hatte 1923 eine Machtergreifung versucht, die sich in einem erbärmlichen und streckenweise komischen Ende in Nichts auflöste. Ihre Wahlergebnisse lagen zwischen vier und sechs Prozent. Drei Jahre später näherte sich dieselbe Partei der 40-%-Grenze. Der wesentliche, wenn nicht gar der einzige Grund für dieses krebsartige Wuchern lag darin, daß das kapitalistische Wirtschaftssystem, von gemäßigten demokratischen Gruppierungen gelenkt, zusammenbrach. (...). Nun sind wir wieder von einer ernsthaften wirtschaftlichen Gefährdung abhängig, und eine große und weitgefaßte Anstrengung wird vom Volk verlangt werden müssen.

Wenn die Geschichte sich wiederholt (was sie nicht tut), dann müßte jetzt in Frankreich ein Rechtsruck zum Front National erfolgen. Wenn ich aber die Lage abschätze, die sich am Horizont abzeichnet, so komme ich für meinen Teil zu dem Schluß, daß die Gefahr von linksextremer Seite her aufzieht.

 Die Hauptverantwortung für Hitlers Aufstieg in der Weimarer Republik lag bei konservativ christlichen und untröstlichen kaiserlichen Eliten. Sie konnten nicht anders, als die Nazis für Patrioten zu halten. (...). Dieselbe Schwächung des Immunsystems existiert heute links."

 

Wenn wir auch die Einschätzung der Verantwortlichkeiten für Hitlers Aufstieg so pauschal nicht bestätigen wollen und können (richtiger: in dieser Einfachheit ist sie schlicht falsch), so ist an den ersten Reaktionen der Politik die von Adler festgestellte Grundtendenz durchaus nicht von der Hand zu weisen.

Eine der katholischen Lehre entsprechende  Wirtschaftsweise würde sich jedenfalls jenseits von Sozialismus und Kapitalismus bewegen.

 

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