Civitas Institut

Scharia statt katholischer Soziallehre PDF Drucken E-Mail
Montag, den 09. März 2009 um 20:18 Uhr
osservatore.jpgDie Zeitung des Vatikan „Osservatore Romano“ hat einen Beitrag zweier Autorinnen veröffentlicht, in dem das islamische Banksystem als Lösung für die Finanzkrise propagiert wird. Dies ist ein überdeutliches Zeichen dafür, wie weit man sich auch im Vatikan von der überlieferten katholischen Soziallehre entfernt hat..
 
Loretta Napoleoni und Claudia Segre veröffentlichten in der Vatikanzeitung den Beitrag, in dem die ethischen Regeln des islamischen Bankwesens als Ausweg aus dem gescheiterten kapitalistischen Finanzwesen gepriesen werden, da dieses auf der Scharia beruhende System wieder Vertrauen und Liquidität zurückbringen könne.

„Wir glauben, daß das islamische Finanzwesen zur Etablierung neuer Regeln für das westliche Finanzwesen beitragen kann“, so die Autorinnen des Beitrags.

Die der Scharia entsprechenden Investitionsformen würden eine „künstliche Erzeugung von Geld“ verhindern. Nach der Scharia sind neben Zinsen auch bestimmte Formen von Spekulation und Insidergeschäften verboten.

Offenbar ist den Autorinnen nicht bekannt, daß dies für die überlieferte päpstliche katholische Soziallehre ebenso gilt. Ja, die Scharia hat sogar einige ihrer Vorschriften, wie das Zinsverbot, von der katholischen Soziallehre übernommen. Nur leider hat man nach dem II. Vatikanum diese Lehre der Kirche vollständig ignoriert und auch in wirtschaftlichen Fragen den Liberalismus übernommen.

Der Beitrag der Autorinnen in dem Organ des Vatikan zeigt überdeutlich, wie wichtig es für die Kirche ist, sich wieder auf ihre eigene Tradition, auch und besonders in der Soziallehre, zurückzubesinnen. Dann könnte man heute eine klare Alternative zum Liberalismus anbieten und einen Ausweg aus der Finanzkrise aufzeigen. Das Civitas Institut bemüht sich seit etwa eineinhalb Jahren, diese Herausforderung anzunehmen. Wir würden uns wünschen, im Vatikan mehr Gehör zu finden.

 

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