Civitas Institut

Selektion - und wir glaubten fest, das sei vorbei PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 09. April 2009 um 12:22 Uhr

ideal.jpgDas Wort "Selektion" ist in unserer Sprache verständlicherweise stark belastet, wurde es doch in der schlimmsten, wenn auch kurzen Epoche unserer Geschichte mit einem ganz bestimmten Geschehen verknüpft, das keiner von uns wiederholt sehen möchte. Ein Bericht auf FAZ.net jedoch erschüttert und erschreckt: Selektion ist wieder da. Auch als Wort.

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Die europäische Gesundheitspolitik ist laut diesem Bericht auf einem unheilvollen Weg: seltene Krankheiten, schreibt die FAZ, sollen mit der Auswahl gesunder Embryonen ausgemerzt werden, und zwar im klaren Gegensatz zu den Empfehlungen der Kommission. Der Gesundheitsausschuß des Europaparlaments empfiehlt, "Bemühungen zu unterstützen, um seltene Erbkrankheiten zu verhindern, die schließlich zur Ausmerzung dieser seltenen Krankheiten führen werden", und zwar durch genetische Beratung und Auswahl "gesunder Embryos vor der Implantation".

Die Empfehlung, die vom Gesundheitsausschuß auch mit den erheblichen Kosten der Behandlung solcher Krankheiten begründet wird, wurde von einer auffallenden "Koalition" auf den Weg gebracht: der griechische "Christ"demokrat Trakatellis brachte sie ein, zusammen mit einer niederländischen Sozialdemokratin, einer belgischen Liberaldemokratin und einem zyprischen Sozialisten - also ein Schulterschluß von "konservativ" bis links.

Etwa 27 bis 36 Millionen Menschen seien in der EU von dieser Empfehlung betroffen, rechnet die FAZ hoch.

Abgesehen davon, daß wir Christen jede Abtreibung als Tötung eines von Gott gewollten Menschen schärfstens verurteilen, können wir uns auch dem Schlußsatz der FAZ voll anschließen: "Dass in offiziellen EU-Dokumenten unbefangen der Begriff „Ausmerze“ wieder gebraucht und dem Konzept der Auslese gehuldigt wird, ist ein ernüchterndes Signal für die Folgen der gegenwärtigen biopolitischen Entwicklung, die voraussichtlich nachhaltiger wirken werden als die konträr dazu verlaufende Praxis der Anerkennung von Behinderung als Element einer durch Diversity bereicherten Gesellschaft."

JV

 

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